Kettenbach GmbH & Co. KG

Medizintechnik
Weitere Branchen: Dental
Unser Erfolg hängt maßgeblich davon ab, ob wir für unsere Kunden Nutzen stiften.
Jens Kuhn, Geschäftsführer

Warum Kundenkontakte eine zentrale Rolle im Innovationsprozess von Kettenbach spielen, erklärt Jens Kuhn.


Was unternimmt die Geschäftsführung, um Innovationen voranzutreiben?

Zu den zentralen Aufgaben gehört es, zu ermitteln, was unsere Auftraggeber wollen – national und international. Innovation in unserem Sinne bedeutet vor allem, die Kundenbedürfnisse optimal zu bedienen und unsere Kernkompetenzen weiter auszubauen.

Wie ermitteln Sie, was Kunden wünschen?

Dafür nutzen wir Messen und Symposien; Kettenbach ist jährlich auf mehr als 60 Messen vertreten. Wir beauftragen aber auch Marktforschungsinstitute und suchen den direkten Kontakt zu Endkunden. Zudem halten wir uns durch das Studium verfügbarer Literatur auf dem Laufenden.

Sind Ihre Kunden ebenfalls in die Innovationsprozesse eingebunden?

Wir ziehen unsere Kunden schon während der Ideenfindung zurate, noch bevor wir Produktprofile erstellen. Wir beteiligen sie auch in der Entwicklungsphase, um sicherzustellen, dass das Produkt den gewünschten Anforderungen genügt. Die Marktreife haben wir erst erreicht, wenn der Kunde zufrieden ist. Im Dentalbereich etwa verfügen wir über einen Pool von rund 350 Zahnärzten, die regelmäßig an Befragungen und Produkttests teilnehmen.

Kooperieren Sie auch mit externen Partnern?

Ja, vor allem dann, wenn es sich um Projekte handelt, die interdisziplinäres Wissen erfordern. Schon seit vielen Jahren führen wir Forschungs- und Entwicklungsprojekte gemeinsam mit verschiedenen Universitäten, Forschungsinstituten und Herstellern durch.

Worin sehen Sie die größten Herausforderungen?

In der Entwicklung im Dentalhandel: Er reduziert sich zunehmend auf seine Logistikfunktion. Die fachliche Beratung des Zahnarztes wird somit immer mehr auf die Hersteller verlagert. Bange macht Sie das nicht? Keineswegs. Wir haben reagiert und die Reise von einem vertriebs- zu einem marketingorientierten Unternehmen angetreten. Wir setzen nach wie vor klassische Instrumente ein, aber nun verstärkt auch die neuen Medien, etwa einen YouTube-Kanal und aktionsbezogene Landingpages.