innoscripta GmbH

Unternehmensberatung
Wir verwandeln jede Menge brachliegendes Wissen in serienreife Produkte.
Michael Hohenester, Geschäftsführer

Wie innoscripta aus Forschungsergebnissen neuartige Produkte ableitet und marktfähig macht, erklärt Michael Hohenester.


Wie finden Sie an Hochschulen Neuentwicklungen, die ausreichend Marktpotenzial haben?

Wir haben eine gut gepflegte Kontaktliste zu Forschern und Professoren an Universitäten und Hochschulen, die schon praxisbezogen denken. Wie bei den Unternehmen auch, ist dieses Netzwerk über die Zeit gewachsen. Außerdem verfolgen wir, was publiziert wird, und prüfen, welche Forschungsergebnisse für die Praxis interessant sein könnten. In Deutschland wird grundsätzlich sehr viel Geld in Forschung und Entwicklung investiert, aber es existiert keine institutionelle Kontrolle darüber, was dann mit dem Geld passiert. So gibt es zwar viele Ergebnisse, aber kaum Anwendungen, weil der Forschung die Partner aus der Praxis fehlen. Diese Lücke nutzen wir.

Was hilft Ihren Mitarbeitern neben einem Fachstudium, erfolgversprechende Ideen zu erkennen und schnell zu realisieren?

Wir rekrutieren unseren Nachwuchs direkt an den Hochschulen. Bei uns durchlaufen die neuen Mitarbeiter dann ein intensives Ausbildungsprogramm. Dazu bilden wir kleine Teams von drei bis vier Personen. Zunächst einmal müssen alle neuen Kollegen unternehmerisches Denken erlernen. Im nächsten Schritt übertragen wir ihnen direkt Verantwortung, optimieren ihre Entscheidungen jedoch durch ein intensives Mentoring. Wir haben einen sehr hohen Leistungsanspruch, dafür kann man bei uns aber auch schnell Karriere machen. Jeden Karriereschritt unterstützen wir mit Weiterbildungsangeboten, beispielsweise Workshops zur Mitarbeiterführung oder Managementkurse.

Welche Trends werden Ihr Unternehmen in nächster Zeit beschäftigen?

Natürlich sind auch für uns die aktuellen Megatrends von Bedeutung: 3-D-Druck, Digitalisierung, Automatisierung oder die Suche nach Alternativen zu Kunststoff. Um diese Themen herum entstehen viele neue Projekte. Daneben bedienen wir aber auch innovative Nischenthemen, zum Beispiel die Entwicklung eines Klebstoffs aus nachwachsenden Rohstoffen oder eines Einmalbestecks aus Maisstärke. In einem aktuellen Projekt wird ein biofideler Vogel entwickelt: Bislang hat man zum Test von Flugzeugturbinen Gänse und andere Vögel gezüchtet, getötet, tiefgefroren und dann in die laufende Turbine geschossen. Da der biofidele Vogel die Gewebeeigenschaften eines echten Vogels hat, kann er ihn in der Testumgebung ersetzen. Das ist auch ein aktiver Beitrag zum Tierschutz.