Godelmann GmbH & Co. KG

Baugewerbe/Handwerk
Klimaschutz hat bei uns Tradition.
Bernhard Godelmann Geschäftsführer

Bernhard Godelmann erklärt, wie Godelmann als erstes Betonunternehmen klimaneutral wurde.


Herr Godelmann, Ihre Firma produziert komplett CO2-neutral. Wie haben Sie das erreicht?

Das war ein langer Prozess, den mein Vater schon 1980 angestoßen hat. Er stellte damals die Weichen für unser Umweltbewusstsein. Seither sammeln wir Regenwasser auf unserem Werksgelände, und heute ist unsere Wasserversorgung autark. Wir recyceln zudem seit über 40 Jahren alle Betonwaren, die unseren hohen Qualitätsansprüchen nicht genügen, und bereiten sie so auf, dass wir sie unseren Fertigungsprozessen wieder vollständig zuführen können. Das spart wertvolle Rohstoffe und Energie. 30 % unseres Strombedarfs decken wir mit unseren eigenen Fotovoltaikanlagen, der Rest kommt aus alternativer Stromerzeugung. Die Zertifizierung durch den TÜV Rheinland als „klimaneutrales Unternehmen“ 2015 war die logische Konsequenz all dieser Maßnahmen. Das ist ein Meilenstein, auf den wir stolz sind.

Wie sieht es auf der Produktseite aus?

Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel Energie in die Entwicklung umweltverträglicher Steine investiert: Ein innovatives Ergebnis ist zum Beispiel die AIRSAVE-Technologie, mit der unsere Steine Stickoxide mittels eines Katalysators an der Oberfläche in unbedenkliches Nitrat umwandeln. Sie tragen damit zur Luftreinigung und Feinstaubreduzierung bei. Mainz und Stuttgart haben diese klimaschonenden Steine schon auf mehreren 1.000 Quadratmetern verbaut. Des Weiteren arbeiten unsere Ingenieure an einem intelligenten Flächensystem, das in der Lage ist, der zunehmenden Versiegelung und dem Hitzestau in Städten entgegenzuwirken.

Viele Unternehmen versuchen heute, das Thema Klimaschutz auf die Agenda zu setzen, vor allem nach außen. Was ist bei Godelmann anders?

Klimaschutz ist für uns nicht nur ein Trendthema oder gar ein Marketingkniff, er ist Teil unserer DNA. Als Familienunternehmen in der dritten Generation denken wir immer einen Schritt voraus. Wir beschäftigen uns mit ressourcenschonenden Produktionstechniken und nachhaltigem Rohstoffabbau. So stellen wir etwa seit 2012 die Versorgung mit Sand und Kies durch firmeneigene Abbaustätten sicher. Ein anderes Thema, das wir verfolgen, ist der emissionsarme Transport: Wir werden in den kommenden Jahren unseren gesamten Lkw-Fuhrpark auf Flüssigerdgas umstellen. Wie wichtig uns das Thema ist, zeigt die für Ende 2020 geplante Flüssigerdgastankstelle auf unserem Werksgelände. All das geschieht aus echter Überzeugung – damals wie heute.