Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin

Immobilien/Facility-Management
Die Digitalisierung birgt ein enormes Potenzial für neue Services.
Sven Harke-Kajuth Bereichsleiter Digitalisierung und Konzern-Services

Warum die Digitalisierung für die Gewobag ein hochaktuelles Thema ist und sie viele Innovationenmit sich bringt, erklärt Sven Harke-Kajuth.


Herr Harke-Kajuth, die Gewobag investiert derzeit stark in die Digitalisierung. Wie genau?

In den vergangenen Jahren stand die Digitalisierung unserer internen Prozesse im Fokus. Wesentliche Bestandteile waren dabei die Dokumentation und die digitale Modellierung. Heute gestalten sich unsere Prozesse nicht nur transparenter – wir können auch ihre Qualität besser sichern. Beispielsweise haben wir standardisierte Arbeitsvorgänge weitestgehend digitalisiert. Dazu zählt auch der Vermietungsprozess, ein für unsere Branche zentraler Arbeitsvorgang. Viele Papierarbeiten entfallen damit. Auch einzelne Arbeitsschritte, etwa Einladungen zu Besichtigungsterminen, haben wir inzwischen automatisiert. All das trägt zu einer starken Effizienzsteigerung bei, und unsere Mietinteressenten freuen sich über einen smarteren und schnelleren Service.

Auch beim Wohnen ist die Digitalisierung ein wichtiges Thema. Was sind hier Ihre Ansätze und Ideen?

Die Digitalisierung birgt für uns ein enormes Potenzial für neue Services und Geschäftsmodelle. In Modellprojekten erproben wir Smart-Home-Anwendungen auf ihre Serientauglichkeit und auf ihren Mehrwert für unsere Immobilien. Ein weiteres Beispiel ist das digitale Parkraummanagement, mit dem ein Parkplatz von Millionen Menschen digital gefunden, gebucht und abgerechnet werden kann. Oder die digitale Plattform für erweiterte Wohnservices für Produkte und Themen rund ums Wohnen, an der wir gerade arbeiten. Allgemein entwickeln wir uns mit der Digitalisierung immer mehr von einem klassischen Vermieter von Wohnraum zu einem integrierten Serviceanbieter.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Kommunikation mit Ihren Mietern?

Eine sehr große, denn das Kommunikationsverhalten unserer Mieter wandelt sich, worauf wir natürlich reagieren. Aus diesem Grund kommunizieren wir über viele Social-Media-Kanäle, und wir bieten ein digitales Mietermagazin an. Außerdem haben wir eine Service-App entwickelt, über die die Mieter, unabhängig von unseren Öffnungszeiten, mit uns in Kontakt treten können. Es ist damit auch möglich, wichtige Dokumente einzusehen oder Schadensmeldungen vorzunehmen – und zwar ohne zuerst in einer Warteschleife zu hängen. Das erleichtert die Kommunikation ungemein.