ECK & OBERG Gruppe

Finanzen/Versicherung
Weitere Branchen: Immobilien/Facility-Management
Manchmal musst du den Kurs ändern, um ans Ziel zu kommen.
Christian Eck

Über Wandlungen, Ideen und Pläne von ECK & OBERG erzählt Christian Eck.


Sie sind ein Familienunternehmen in zweiter Generation. Wie hat das angefangen?

Mein Vater hat 1993 ganz klassisch in einem Zimmer des familieneigenen Häuschens als Versicherungsmakler angefangen. 2001 bin dann ich als Immobilienkaufmann dazugestoßen und habe meinen Schreibtisch neben seinen gestellt. Aus dieser Bürogemeinschaft ist schnell eine richtige Firma geworden. Wir sind mittlerweile eine Holding mit vier Standorten im hohen Norden. Außer in Kiel unterhalten Sie Niederlassungen in Bremen, Hamburg und Lübeck.

Wie erklärt sich dieses Wachstum?

Wir sind oft weiterempfohlen worden und sind im Marketing neue Wege gegangen. Natürlich haben wir auch klassische Werbemittel genutzt wie Anzeigen in Printmedien. Doch wir haben auch Neues gewagt und Guerilla-Marketing betrieben. Als Segler und „bekennende norddeutsche Jungs“ ist das Meer unser Zuhause; wir nutzen es bei Veranstaltungen wie der „Kieler Woche“ und setzen gemeinsam mit unseren Kunden die Segel. Dass dabei die Segeljacht in voller Größe unsere Internetadresse trägt und so die Klicks um 2.000 % in die Höhe schießen, ist Kalkül.

Was planen Sie in nächster Zeit?

Bisher haben wir nur Produkte anderer verkauft und keine eigenen entwickelt; das soll sich ändern: Wir wollen im Immobilienbereich, aus dem ich ja komme, aktiver werden. Das kann ein Private Placement sein, also ein Immobilienfonds für einen privaten Anlegerkreis, oder eine Wohnanlage mit mehreren Einheiten. Wir wollen nicht nur Grundstücke vermitteln, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette tätig werden. Zudem planen wir als Franchisegeber ab 2018 weiteres Wachstum.

Können Sie eine solche Expansion stemmen?

Ich will ein organisches, nachhaltiges Wachstum. Und das heißt für mich vor allem: kein klassisches Fremdkapital mehr. Denn ich möchte als Geldgeber keine Banken im Rücken haben, sondern Unternehmer oder Kommanditisten auf Augenhöhe.

Sie denken an die Gründung einer Stiftung?

Ja. Die ECK & OBERG-Stiftung wird kommen. Sie soll Unternehmer unterstützen, die unverschuldet in Not geraten sind. Unternehmertum ist stets ein Wagnis. Gerade den inhabergeführten Familienunternehmen, die uneingeschränkt und solidarisch mit „Haut und Haaren“ für ihr Tun bürgen, gebührt besonderer Respekt. Die Stiftung soll sich an die kleinsten der KMU richten, die es oft besonders schwer haben.

Wenn Sie einen Wunsch an die Politik frei hätten, welcher wäre das?

Ich wünsche mir einen Bonus, den der Staat innovativen Unternehmen gewährt, denn die investieren und schaffen neue Arbeitsplätze!