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BüBa Büro- und Industriereinigung GmbH

Immobilien/Facility-Management
Der persönliche Kontakt zu unseren Kunden und Mitarbeitern ist für uns selbstverständlich.
Christine und Christoph Ernst, Geschäftsführer

Wie die gute Integration der Mitarbeiter mit Migrationshintergrund bei BüBa die Motivation und die Innovationsstärke in der Belegschaft steigert, erklären Christine und Christoph Ernst.


Bei Ihnen haben fast alle Mitarbeiter einen Migrationshintergrund. Wie funktioniert das im Alltag?

Wir kümmern uns intensiv um unsere Mitarbeiter, helfen ihnen bei der Wohnungssuche, vermitteln Deutschkurse, gehen notfalls auch mit zu Behörden. Wir unterstützen also aktiv ihre Integration in die Gesellschaft und in unsere Firma. Eine Mitarbeiterin ist nur für diesen Bereich zuständig. Sie hilft beim Ausfüllen von Formularen oder bei Terminvereinbarungen und bietet damit eine Dienstleistung innerhalb des Dienstleisters.

Warum ist Ihnen diese intensive Betreuung Ihrer Belegschaft wichtig?

Wir können unsere Firmenphilosophie nur aufrechterhalten, wenn sich unsere Mitarbeiter mit ihren Aufgaben und ihrer Arbeit identifizieren und sich in die Prozesse eingebunden fühlen. Dazu müssen sie natürlich integriert und motiviert sein.

Woher stammen Ihre Beschäftigten? Und wie schaffen Sie es, sie in Ihre Firma einzubinden?

Sie stammen vor allem aus den Balkanländern, aber wir beschäftigen auch Flüchtlinge aus den Krisengebieten Syrien und Libanon. Oft scheitert das aber an der langen Wartezeit für ihre Arbeitsgenehmigung. Wir können nicht monatelang auf neue Mitarbeiter warten. Das Reinigungsgeschäft hat viel mit persönlichem Kontakt zu tun – zum Kunden ebenso wie zum Personal. Wir kümmern uns deshalb laufend und sehr intensiv um unsere Belegschaft. Und wir gehen ungewöhnliche Wege, wenn es um neue Beschäftigte geht.

Haben Sie dafür ein Beispiel?

Eine Familie in Mazedonien wurde uns von einem anderen Mitarbeiter empfohlen. Die ersten Gespräche haben wir über das Internet geführt. Als die Familie schließlich hier war, haben wir uns um einen Fußballverein für den Sohn und um eine Schule für die Tochter gekümmert. Heute arbeiten beide Eltern hoch motiviert für uns.

Der gefürchtete Fachkräftemangel ist demnach also kein Thema für Sie?

Mit unseren Maßnahmen wollen wir gar nicht erst in die Situation kommen, dass uns die Mitarbeiter fehlen. Unser familiärer Umgang spricht sich herum und wird von den Mitarbeitern sehr geschätzt. Sie überlegen sich einen Wechsel dann schon zweimal. Selbst unsere vielen 450-Euro-Kräfte bleiben im Schnitt zwölf Jahre bei uns. Das spricht für sich und ist uns eine große Hilfe.