BETEK GmbH & Co. KG

Bergbau
Weitere Branchen: Agrar | Baugewerbe/Handwerk | Recycling/Entsorgung
Der Unternehmer im Unternehmen ist unsere wichtigste Quelle für Innovationen.
Tobias Hilgert

Warum Innovationsfindung sich bei BETEK nicht im Elfenbeinturm abspielt, erklärt Tobias Hilgert.


Herr Hilgert, wie sind in Ihrem Unternehmen die Innovationsprozesse organisiert?

Die Geschäftsführung definiert die Innovationsvision. Basierend darauf, legen wir gemeinsam mit den Bereichsleitern die strategischen Innovationsziele für den spezifischen Markt fest. Diese bilden dann das Fundament für die einzelnen Innovationsprojekte. Die Projekte werden schließlich über definierte Meilensteine systematisch bearbeitet. Parallel dazu haben die Mitarbeiter jederzeit die Möglichkeit, neuen Input beizusteuern.

Gibt es Instrumente, die einen solchen Input fördern?

Im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam mit dem Betriebsrat eine neue Ideenmanagement-Plattform mit Prämiensystem eingerichtet. Wir wollen so zusätzliche Anreize für innovatives Denken im Unternehmen schaffen. Den Fokus haben wir in diesem System übrigens ganz bewusst auf Praxistauglichkeit und Realisierbarkeit der innovativen Ideen gelegt.

Was zeichnet Ihr Innovationsmanagement besonders aus?

Dass es ein integriertes System ist. Als Mittelständler können wir uns kein Innovationsmanagement im Elfenbeinturm leisten – wie etwa ein großer Konzern. Für uns ist Praxisnähe äußerst wichtig, vor allem müssen Projekte auch zügig umgesetzt werden. Deshalb haben wir einen Weg gefunden, bestimmte Mitarbeiter zwar aus dem Alltagsgeschäft herauszulösen, sie aber weiterhin in ihren Bereichen einzubinden. Das Modell erlaubt es diesen Mitarbeitern, sich voll auf Entwicklungs- und Innovationsthemen zu konzentrieren – dennoch verlieren sie nicht den Bezug zu den Praxisanforderungen in ihren Abteilungen.

Welchen Stellenwert haben Innovationen in Ihrer Branche überhaupt?

Einen sehr hohen. Wir verzeichnen eine Entwicklung hin zu Werkzeugen mit immer besseren Verschleißwerten – also längeren Standzeiten –, bedingt vor allem durch neue Werkstoffkombinationen. Dazu kommt, dass sich die Zahl der Anwendungen, bei denen Hartmetall zum Einsatz kommt, von Jahr zu Jahr erhöht. Inzwischen sind die Kosten für unsere Produkte niedriger als für konventionelle Werkzeuge, resultierend aus dem Verhältnis von Standzeit zu Verschleiß – ein klarer Preisvorteil für den Kunden.

Herausforderungen, für die Ihr Unternehmen gerüstet ist?

Die Zukunft liegt in der Kombination von Hartmetall mit anderen Werkstoffen. Ausgehend von unserem Know-how, haben wir in den letzten Jahren die richtigen Weichen gestellt, um zukünftig diese zusätzlichen Felder zu erschließen. In zehn Jahren sehen wir BETEK als einen Entwickler und Produzenten universeller Verschleißlösungen für die unterschiedlichsten Märkte und Branchen.