Aebi Schmidt Deutschland GmbH

Anlagen-/Maschinenbau
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Wir vertrauen auf die Intelligenz unserer Mitarbeiter. So haben wir es geschafft, Dinge intelligent zu machen.
Jochen Schneider, Geschäftsführer

Wie Aebi Schmidt die Schwarmintelligenz der Mitarbeiter zum Sprühen bringt und was das mit Innovation zu tun hat, erklärt Jochen Schneider.


Sie haben jüngst die erste vollelektrische Kehrmaschine präsentiert. Sehen Sie sich als Treiber oder Getriebener eines Trends?

Ein bisschen von beidem. Wir haben das Thema „elektrischer Antrieb“ schon seit geraumer Zeit auf unserer Innovations-Roadmap. Gemeinsam mit externen Kooperationspartnern haben wir deshalb schon in der Vergangenheit daran gearbeitet. Der Diesel- Skandal und die Feinstaubdiskussion haben dem Elektroantrieb dann aber eine ungeheure Dynamik verliehen. Wir waren zwar rechtzeitig am Ball, mussten nun jedoch einen Sprint hinlegen, um schnell mit einem Produkt wie der „eSwingo“ am Markt zu sein. Dabei war es uns wichtig, keinerlei Einschränkungen zuzulassen hinsichtlich der Manövrierfähigkeit, der Betriebszeit oder der Funktionalität der Maschine.

Bedeutet es denn nicht einen immensen Aufwand in der Fertigung, ein völlig neues Antriebskonzept zu integrieren?

Wenn man es unklug anstellt, schon. Nicht aber, wenn man den Firlefanz weglässt und sich auf das Wesentliche konzentriert: Wir verwenden bei unserer elektrischen Kompaktkehrmaschine zu 70 % die gleichen Teile wie bei der Verbrenner-Variante. Also ist der E-Antrieb nicht mehr als eine der vielen Varianten, die wir ohnehin auf unseren Linien beherrschen. So können die alte und die neue Technologie noch auf lange Sicht parallel laufen. Sie gelten als Verfechter der Standorttreue in europäischen Hochlohnländern.

Wie schaffen Sie es, in Deutschland, der Schweiz oder den Niederlanden zu wettbewerbsfähigen Kosten zu produzieren?

Wir nutzen ganz einfach die Intelligenz unserer Mitarbeiter und bringen sozusagen die Schwarmintelligenz zum Sprühen. Wer heute ein Unternehmen top-down führt, ist von gestern. Wir haben es im Rahmen unseres Lean-Programms „Fit for Tomorrow“ erreicht, dass unsere Leute sich mit dem Unternehmen und mit unseren Produkten mit großer Begeisterung identifizieren. Und dass sie sich innerhalb ihrer Tätigkeit aktiv in den KVP-Prozess einbringen. So haben wir es geschafft, Dinge intelligenter zu machen. Damit schlagen wir unsere Konkurrenz, die in Billigregionen produziert. Und wir präsentieren mit Stolz „big toys for boys and girls“.