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Stahlbau Nägele GmbH

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Weitere Branchen: Metallherstellung/-verarbeitung
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Gutenbergstraße 3 73054 Eislingen
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Mit Wertschätzung gegen den Fachkräftemangel


Im Stahlbau sind Innovationen nicht so einfach. Die Branche arbeitet mit einer Technik, die jahrelang erprobt und weitgehend optimiert ist. Veränderungen gibt es lediglich in Nischen, wenn beispielsweise eine neuartige Maschine eingesetzt wird. Umso wichtiger ist es, im eigenen Unternehmen innovativ zu sein. Bei der Stahlbau Nägele GmbH ist das Innovationsklima geprägt von einem besonderen Blick auf die Mitarbeiter, aber auch auf die Kunden und ihre Bedürfnisse.

Naht das Ende der Gewährleistungsfrist, halten sich Baufirmen in der Regel mit Kontakt zum Kunden zurück. Bei Stahlbau Nägele macht man genau das Gegenteil: „Wir melden uns drei Monate vor Ablauf der Frist und bieten an, das jeweilige Bauwerk gemeinsam mit dem Kunden noch einmal auf Mängel abzusuchen“, sagt der Geschäftsführer Klaus Nickl. Ein solcher Service rechne sich – ebenso wie ein achtsamer Umgang mit den Beschäftigten. „Unsere Mitarbeiter bringen uns die größten Innovationen. Allerdings nur dann, wenn sie sich hier wohlfühlen“, sagt Nickl. Zur Firmenkultur gehört deshalb ein Leitbild, das nicht etwa die Firmenspitze festgelegt hat: Vielmehr traf sich ein externer Coach mit sämtlichen Mitarbeitern in Kleingruppen, um gemeinsam auszuarbeiten, was jedem Einzelnen wichtig ist – ein Meilenstein für das Unternehmen.

Firmenkrise brachte ein Umdenken

Dass die Haltung innerhalb der Belegschaft existenziell sein kann, stellte man in einer schweren Firmenkrise im Jahr 2003 fest. Harte Einschnitte waren nötig, und die Mitarbeiter waren auch alle bereit, diese mitzutragen. Doch in der Krise wurde klar, dass nicht nur das Gehalt für Freude an der Arbeit sorgt. Den Mitarbeitern fehlte vielmehr der Sinn in ihrer Tätigkeit. „Da wussten wir, dass etwas geschehen musste“, erzählt der geschäftsführende Gesellschafter Hubert Nägele. Heute ist der Umgang mit den 210 Beschäftigten vollkommen verändert und von viel Wertschätzung geprägt. Dazu trägt auch das „Traineeprogramm für Jungmeister, Techniker und Ingenieure“ bei: Die Trainees durchlaufen zunächst drei Jahre lang sämtliche Abteilungen. „Am Ende arbeiten sie zwar nur in jeweils einem einzigen Bereich. Aber sie kennen sämtliche Abläufe und können sich in die Kollegen hineinversetzen“, erklärt Nägele. Dadurch entsteht ein ganz besonderes Innovationsklima.

Bildung schlägt Bekanntheitsgrad

Zu dem guten Innovationsklima trägt auch bei, dass Bildung im Unternehmen großgeschrieben wird. So gibt es etwa rund 30 Ausbildungsstellen in 6 Berufen. Da verwundert es nicht, dass dieses Unternehmen mit Sitz in der schwäbischen Provinz keinen Mangel an Fachkräften hat – trotz Konkurrenten wie Daimler oder Bosch in der Region.

Bild von Klaus Nickl und Hubert Nägele
Klaus Nickl und Hubert Nägele
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