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va-Q-tec AG

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va-Q-tec AG

Sich immer wieder neu erfinden


Stellen Sie sich vor, Sie schreiben einen Businessplan und definieren, wer Ihre wichtigsten Kunden sein sollen. Danach gründen Sie ein Unternehmen – und drei Monate später, noch bevor Sie erste Geschäfte anbahnen können, sind Ihre drei Wunschkunden pleite. Dr. Joachim Kuhn, dem Gründer der va-Q-tec AG, ist genau das passiert. Eine Erfolgsstory schrieb er dennoch: Sein Unternehmen hat sich mehrmals neu erfunden und wandelte sich vom reinen Dämmstoffspezialisten zum Thermologistik-Dienstleister.

Ein Dämmmaterial auf Vakuumbasis, das zehnmal so effektiv ist wie Styropor und dadurch deutlich platzsparender – das war die Kernerfindung, mit der die Firmengeschichte startete. Doch Technologie­führerschaft allein reicht nicht aus, das merkten die Start-up-Unternehmer recht schnell. Sie hatten aus der Universität Würzburg heraus gegründet und haben inzwischen eines gelernt: Mindestens ebenso wichtig wie die richtige Technologie ist die Fokussierung auf die richtigen Märkte.

Wandelbarkeit als Erfolgsfaktor

„Am Anfang hatten wir die Hypothese, wir produzieren Vakuumpaneelen, die wird uns jeder abnehmen. Doch das hat nicht wirklich funktioniert. Dann dachten wir, dass es besser ist, die Paneelen selbst zu Produkten zu verarbeiten. Also haben wir Thermoboxen und Thermocontainer gebaut“, erzählt Dr. Joachim Kuhn. Doch die Kunden waren zwar an der Nutzung der Boxen und Container interessiert, nicht aber unbedingt am Kauf. Also wandelte sich das Unternehmen erneut – und zwar zum weltweit operierenden Serviceanbieter für temperatursensitive Transporte.

Die Kühlkette revolutionieren

Sich immer wieder neu zu erfinden – mit dieser Strategie erreichte der Mittelständler eine herausragende Marktposition als Anbieter von Thermo­transporten im Medizin- und im Biotechbereich, aber auch in Nischen wie dem Transport von wertvollen Gemälden. Heute werden Dopingproben ebenso in den Boxen und Containern dieser Firma befördert wie Spenderorgane, pharmazeutische Wirkstoffe, Zellkulturen, Medikamente oder Impfstoffe. Das weltweite Logistiksystem von va-Q-tec umfasst 40 Hubs und mehr als 500 Drop-Points bei Airlines. Derzeit arbeitet die Würzburger Firma an der softwareüberwachten TempChain 4.0 mit IoT-unterstützten Boxen, künstlicher Intelligenz und GPS-überwachten Containern. Damit erschließt sie sich den Massenmarkt der Apothekenbelieferung und bereitet sich auf den Markteintritt in den Lebensmittelhandel vor. „Unser Ziel ist es, die gesamte Kühlkette zu revolutionieren“, erklärt Kuhn, der zusammen mit seinen 450 Beschäftigten gerade dabei ist, das Unternehmen wieder einmal neu zu erfinden.

Bild von Dr. Joachim Kuhn
Dr. Joachim Kuhn
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