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MLL Münchner Leukämielabor GmbH

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Weitere Branchen: Medizintechnik | Pharma/Labortechnik
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Max-Lebsche-Platz 31 81377 München
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Gesundheit innovativ gedacht


Mit ihrer Verantwortung für die Diagnose von circa 70 % der deutschen Leukämiepatienten und dem Ruf als Schrittmacher in der modernen Leukämiediagnostik hat die MLL Münchner Leukämielabor GmbH eine zentrale Bedeutung. Mithilfe ihrer molekularen und informationstechnologischen Methoden will sie die Zukunft der hämatologischen Diagnostik und Therapie verändern. Dazu setzt sie auf automatisierte Prozesse und klare Ziele. So konnte dieser Mittelständler die Zahl der von ihm analysierten Proben seit 2005 um volle 850 % steigern.

Hinter jeder Probe, die im Münchner Leukämielabor analysiert wird, steht ein Mensch – und damit für MLL das Potenzial, die Lebenserwartung und die Lebensqualität dieses Menschen zu verbessern. Das ist der Anspruch dieses Unternehmens. Seit 2005 arbeiten seine Hämatologen, Biologen, Informatiker, MTA und medizinischen Fachangestellten für Patienten mit Leukämie- oder Lymphomerkrankungen. Das Ziel dieses interdisziplinären Teams ist es, nicht nur Innovationen in der Leukämiediagnostik zu ermöglichen und Patienten weltweit bestmöglich zu versorgen – sie wollen auch disruptiv in die bisherigen Standards eingreifen.

Innovativer Technologiesprung

Seit 2018 konnte MLL 4.500 Genome sequenzieren. Die entstehenden Datensätze sind mehr als 2,9 Petabyte groß und werden via Cloud-Computing verwaltet. „Diese Methode, die statt Phänotypen nur noch Genotypen sequenziert, sichert uns eine zentrale Stellung“, sagt der Geschäftsführer Prof. Dr. Wolfgang Kern. Wie diese Methode implementiert wurde? „Wir identifizieren frühzeitig neue technologische Entwicklungen, zum Beispiel Geräte oder Algorithmen, und wandeln sie dann für unsere Zwecke ab.“ Mit seinem Ansatz des ­Next-Generation-Sequencing ist dieses Unternehmen einer der Vorreiter in Europa. Der Einsatz künstlicher Intelligenz ist bei ihm heute nicht mehr wegzudenken. Hochmoderne Technologien, die dem Internet of Things zuzurechnen sind, bewirken zudem, dass die Geräte im Labor miteinander vernetzt sind. Die Proben werden mithilfe von Barcodes getrackt. Je 100 Mitarbeiter sind täglich 32 Roboter im Einsatz.

Mit starken Kooperationen in die Zukunft

Die starke Innovationskraft dieses Labors speist sich nicht zuletzt auch aus der Kooperation mit externen Partnern: „Unsere spezialisierte Soft- und Hardware entwickeln wir inhouse und gemeinsam mit Partnerfirmen. Und um unsere Diagnostik für Patienten optimal anbieten zu können, brauchen wir immer mehr auch externe Infrastruktur“, sagt die Geschäftsführerin Prof. Dr. Claudia Haferlach. So treibt MLL den Ausbau von KI in der Leukämiediagnostik voran – zukünftig dann auch global.

Bild von Prof. Dr. Wolfgang Kern, Prof. Dr. Dr. Torsten Haferlach und Prof. Dr. Claudia Haferlach
Prof. Dr. Wolfgang Kern, Prof. Dr. Dr. Torsten Haferlach und Prof. Dr. Claudia Haferlach
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Interview Interview

Warum künstliche Intelligenz aus der Leukämiediagnostik bei MLL bald nicht mehr wegzudenken ist, erklärt Prof. Dr. Dr. Torsten Haferlach.
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