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Ewald Dörken AG

Icon für Chemie/Kunststoff Chemie/Kunststoff
Weitere Branchen: Baugewerbe/Handwerk
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Wetterstraße 58 58313 Herdecke
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GK C: über 200
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Ewald Dörken AG

Die westfälischen Praktiker


Erkennen, planen, realisieren – dieses Prinzip hat bei der Ewald Dörken AG aus dem westfälischen Herdecke Tradition: Der Firmengründer Dr. Carl Dörken erkannte vor rund 120 Jahren die Möglichkeiten, die chinesisches Holzöl bietet. Er entwickelte ein Verfahren zur Holzölverkochung. Das Ergebnis war ein holzölhaltiger Lack, der das damals junge Unternehmen schnell zum Marktführer avancieren ließ. Sieben Jahrzehnte lang war „Eburit“ der führende Malerwerkstoff und bewirkte ein solides Wachstum dieses Chemieunternehmens.

Heute hat die Firma rund 1.000 Mitarbeiter und stellt Bauprodukte wie Baufolien und Baufarben her, aber auch Pastensysteme und Mikroschicht-Korrosionsschutzsysteme für den industriellen Serieneinsatz. Diese Beschichtungen schützen beispielsweise die Sicherheitsbauteile in nahezu jedem Automobil. „Innovatio­nen kommen bei uns ohne externe Unternehmensberater zustande“, berichtet der Vorstand Thorsten Koch. „Sie entstehen aus einer profunden Kenntnis der jeweiligen technischen Problemstellungen und der Anforderungen des Markts.“

Vom Einfall zum Patent

Vor ein paar Jahren überlegte ein Außendienstmitarbeiter, wie man die Folienbahnen auf einem Walmdach leichter und effizienter verlegen könnte. Im Gegensatz zum herkömmlichen Satteldach mit zwei Stelldachflächen hat ein Walmdach vier Stelldachflächen. Daher entsteht beim Verlegen der Dachfolie immer viel Verschnitt, der im Müll landet. Der Mitarbeiter hatte die Idee, einen doppelten Klebestreifen auf der Bahnunterseite zu verwenden. Dank dieses Selbstkleberands haftet die Folie vollständig am Dach. Danach kann der Dachdecker das Ende der Folie am Grat entlang schräg abschneiden. Den abgeschnittenen Teil kann er dann einfach um 180 Grad drehen und in entgegengesetzter Richtung weiterverarbeiten. Je nach Größe, Neigung und Form des Dachs beträgt die Material­ersparnis im Vergleich zu Bahnen mit Standardverklebungen bis zu 30 %. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie bei Ewald Dörken aus einem Einfall ein patentiertes Produkt entstanden ist.

Größte Investition der Firmengeschichte

Der Bereich Bauphysik, zu dem die Folienprodukte zählen, steht derzeit an der Schwelle zu einer gewaltigen Veränderung. Denn die Ewald Dörken AG tätigt die größte Investition der Firmengeschichte: Sie baut ihren Standort aus, mit dem Ziel, ihr Produkt- und Technologieportfolio deutlich zu erweitern. „Wir organisieren solche außergewöhnlichen Veränderungen in Eigenregie. Dass wir das können, haben wir im Bereich Bauchemie unter Beweis gestellt. Dort gibt es inzwischen eine eigene Community, um das Kompetenzzentrum ‚Oberfläche‘ weiterzuentwickeln“, sagt Thorsten Koch nicht ohne Stolz.

Bild von Thorsten Koch
Thorsten Koch
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