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Elma Schmidbauer GmbH

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Gottlieb-Daimler-Straße 17 78224 Singen
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Elma Schmidbauer GmbH

Von der Uhr bis zur Medizintechnik


Forschen, erfinden, weiterentwickeln – das gehört zur Elma Schmidbauer GmbH wie der Schiefe Turm zu Pisa. Denn dieser Spezialist für Ultraschall- und Dampfreinigungstechnologie in Singen versteht sich nicht nur als Helfer im Labor, beim Juwelier, im Uhrenservice, beim ­Optiker und in der Medizintechnik: Er versteht sich vor allem auch als Forscher und Entwickler, weil er stets am Puls der Zeit bleiben will. Kooperationen mit externen Partnern, beispielsweise mit Universitäten, sind dabei keine Seltenheit.

Alles fing mit der Erfindung einer Uhrenreinigungsmaschine an: Hans Schmidbauer grün­dete 1948 die Präzisionsmaschinenfabrik Elma, kurz für „elektrische Maschinen“. Unter dem Namen „Super Elite“ wurde sie, laut Unternehmensangaben, als meistverkaufte Uhrenreinigungsmaschine bekannt. „Kleine Teile für die Uhrenindustrie zu reinigen gehört heute noch zu unserem Geschäft“, sagt Mirja Schmidbauer. Die 33-Jährige ist die Enkelin des Firmengründers und Mitglied der Geschäftsleitung. Nachdem ihr Vater, Manfred H. Schmidbauer, 1973 das Geschäft übernommen hatte, rückte er den Fokus auf die Reinigungstechnik mit Ultraschall und Dampf und erweiterte Elma um den Anlagenbau und die Reinigungschemie.

Mit Ultraschall ultrarein

Heute entwickelt und produziert die Firma High-End-­
Reinigungsmaschinen, die mittels Ultraschall etwa Bauteile aus der Welt der Photonik oder Implantate für die Medizintechnik reinigen. Das Prinzip: Starke, in das Reinigungsbad abgegebene Schallwellen führen zur sogenannten Kavitation. Das heißt, unzählige mit Dampf oder Gas gefüllte Bläschen kollabieren durch den Ultraschall und entfernen so effizient Verschmutzungen. Nicht ohne Stolz verweist Elma darauf, Anfang der 2000er-Jahre eine Technik erfunden zu haben, die die Qualität der erzeugten Kavitation zuverlässig messen kann und die heute bei den Kunden und in der Entwicklung verwendet wird.

Austausch mit externen Forschern

Der innovative Geist des Firmengründers steckt in der DNA des Familienunternehmens: „Zu unserer Kultur gehört es, auch einmal das operative Geschäft zur Seite zu schieben und stattdessen kreative Möglichkeiten zu reflektieren“, erzählt Mirja Schmidbauer. Im Vordergrund stehen dabei Schlagworte wie Digitalisierung und Industrie 4.0. Auch die Forschung hat bei diesen Baden-Württembergern einen hohen Stellenwert. So kooperieren ihre Experten mit externen Partnern und tüfteln etwa mit Wissenschaftlern an Hochschulen und Forschungsinstituten an neuen Ideen und Heraus­forderungen. Abseits eingetretener Pfade der Fantasie freien Lauf lassen – das dürfen bei Elma nicht nur das Management und die Experten, sondern alle anderen Mitarbeiter auch.

Bild von Mirja Schmidbauer, Fritz Bachhuber und Cornelia Schmidbauer
Mirja Schmidbauer, Fritz Bachhuber und Cornelia Schmidbauer
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