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Wetzlich Optik-Präzision GmbH

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Elkanweg 28 41748 Viersen
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Beim Blick auf die Wetzlich Optik-Präzision GmbH kommt einem jenes letzte gallische Dorf in den Sinn, das sich unbeugsam einer erdrückenden Übermacht entgegenstemmt. Ist doch dieser traditionsreiche Familienbetrieb mit Sitz in Viersen unweit Düsseldorfs einer der letzten mittelständischen Brillenglashersteller des Landes, der noch selbst vor Ort produziert. Dem Branchentrend zu ausgelagerter Massenfertigung trotzt er mit Neuentwicklungen, die einen praktischen Nutzen für Brillenträger bringen.

Tonangebend in der Branche sind seit vielen Jahren internationale Konzerne, die den Markt beherrschen und oftmals in Billiglohnländern produzieren lassen, beschreibt der Geschäftsführer Florian Gisch das Umfeld, in dem sich dieser 1935 gegründete Sehhilfenhersteller behaupten muss. Das gelingt, weil man sich darauf konzentriert, „nur Produkte mit klarem Mehrwert auf den Markt zu bringen“, erklärt Gisch. „Technischer Hokuspokus hilft auf lange Sicht nicht, der Unterschied muss für den Endverbraucher spürbar sein.“

Branchenverändernde Neuheiten

Wie ernst es dem Augenoptikspezialisten mit diesem Anspruch ist, zeigt der Blick auf die Liste seiner Neuentwicklungen: Allein in jüngster Zeit hat er vier Neuheiten auf den Markt gebracht, die nach Überzeugung der Geschäftsführer die Branche nachhaltig verändern werden. Dazu gehört ein Brillenglasmaterial mit einem blendungsbegrenzenden Blaulichtfilter, das überdies die Farben Rot und Grün besser trennt und damit für ein kontrastreicheres Sehen sorgt. Aufhorchen lässt auch ein Verfahren, das die nach aktuellen Erkenntnissen augenschädigende Wirkung von Infrarotlicht um rund zwei Drittel reduziert.

Made in Germany

Möglich werden solche Innovationserfolge, weil die Firma konsequent in die hauseigene Entwicklung und Fertigung investiert. Obschon einer der letzten unabhängigen Mohikaner, kann sie einen der modernsten Maschinenparks in Europa vorweisen. Durch die Kooperation mit Softwareentwicklern oder Materialherstellern macht man sich klug auch externes Knowhow zunutze. „Als Mittelständler ist es unmöglich, für jedes Gebiet hochspezialisierte Fachkräfte vorzuhalten“, erläutert der Geschäftsführer Thorsten Wagemann. Am Imperativ der Produktion made in Germany wollen die Geschäftsführer hingegen nicht rütteln. So haben sie etwa bewusst entschieden, die Entwicklung der Verwaltungs- und Produktionssoftware ins Haus zu verlagern. In der Produktion wird außerdem an kürzeren Durchlaufzeiten gearbeitet. Den Trend zur Automatisierung begreift man als Chance, sich im Wettstreit mit den Großen als Innovationsführer zu behaupten. Ganz Gallien? Nein!

Bild von Thorsten Wagemann und Florian Gisch
Thorsten Wagemann und Florian Gisch
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