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va-Q-tec AG

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va-Q-tec AG

Am Anfang war die Thermoskanne


Geschäfte machen mit dem luftleeren Raum? Die va-Q-tec AG führt vor, wie das geht. Für die Herstellung ihrer Dämmsysteme nutzt sie nämlich die thermischen Eigenschaften des Vakuums. Auf der Basis dieser höchst energieeffizienten Methode hat die Würzburger Hightechschmiede Produkte geschaffen, die sie in die Weltspitze der Dämmstoffhersteller katapultierten. Mit dem Erreichten will sich das stark wachsende Unternehmen, das mittlerweile weltweit neun Standorte unterhält, indes nicht zufriedengeben.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte vor 18 Jahren, als Dr. Joachim Kuhn und Dr. Roland Caps beschlossen, der akademischen Welt den Rücken zu kehren und den Sprung ins Unternehmerlager zu wagen. Das Know-how, das die beiden Forscher am ZAE Bayern (Zentrum für Angewandte Energieforschung) in Würzburg erworben hatten, erwies sich als guter Start bei der Entwicklung innovativer Dämmstoffprodukte.

Revolutionäres Produkt

Den Durchbruch erzielte das Start-up mit energiesparenden und umweltfreundlichen Vakuumisolationspaneelen, mit denen es schon in der Frühphase die Branche revolutionierte. Wie so oft entstand das bahnbrechende Produkt aus einer vermeintlich simplen Idee. „Wir haben die seit Beginn des 20. Jahrhunderts bekannte Thermoskanne abgewandelt“, erklärt Kuhn. Auf der Basis des Vakuumprinzips hat man isolierende Platten mit bis dahin nicht gekannter Dämmwirkung entwickelt. Das patentierte Produkt kann der Mittelständler in praktisch jeder beliebigen zwei- und dreidimensionalen Form in Großserie produzieren.

Besondere Innovationskultur

Es ist wohl nicht zuletzt die Forschermentalität, die für den Erfolg des Dämmpioniers verantwortlich ist. „Wir wollen Dinge infrage stellen und weiterentwickeln“, sagt Kuhn. Was nicht heißt, dass man sich im Elfenbeinturm vergräbt, im Gegenteil: Die Ingenieure arbeiten viel vor Ort, um Kundenbedürfnisse zu eruieren. Zudem tauscht man sich mit externen Partnern aus und hält mit der Uni Fühlung. Die Führungsspitze organisiert regelmäßig Innovationsworkshops, zudem hat man ein Ideenmanagement eingerichtet. Klar, dass das Portfolio mittlerweile um weitere Neuheiten erweitert wurde, darunter Container, die Temperaturen von –70 °C bis +60 °C über Tage halten. Sie können, auch das eine clevere Idee, nicht nur gekauft, sondern viele auch gemietet werden. Dazu wurde ein globales Netzwerk aufgebaut, das es erlaubt, temperaturempfindliche Güter wie Medikamente an jeden Ort zu liefern. Ruhe geben die innovationshungrigen Dämmspezialisten aber nicht. Sie arbeiten schon am nächsten Projekt: „TempChain 4.0“ liefert Kunden in Echtzeit eine Vielzahl nützlicher Daten, beispielsweise zu Temperatur oder Luftfeuchtigkeit.

Bild von Dr. Joachim Kuhn
Dr. Joachim Kuhn
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