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Universitätsmedizin Essen

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Universitätsmedizin Essen

Digital und menschlich zugleich


Das Bett ist noch nicht vorbereitet, die Operation muss verschoben werden: So mancher Bürger hat schlechte Erinnerungen an einen Krankenhausaufenthalt. Für Jochen A. Werner, Chef der Universitätsmedizin Essen, muss der Service einer Klinik auf dem Level eines Hotels liegen. Sein Unternehmen punktet vor allem mit digitalen Prozessen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Dank dieser Helfer kann sich das ärztliche und pflegerische Fachpersonal stärker auf die Patienten fokussieren.

Schon der eine oder andere Erwachsene bekommt beim Anblick einer Kernspintomografieröhre ein mulmiges Gefühl. Da ist es verständlich, dass sich erst recht manche Kinder vor der Untersuchung fürchten. Üblicherweise erhalten sie deshalb eine Narkosespritze. Bei den Kinderärzten des Universitätsklinikums Essen hingegen können die kleinen Patienten sich das Prozedere vorab mit einer Virtual-Reality-Brille anschauen. Danach wünschen sich nur noch wenige von ihnen eine Narkose während der eigentlichen Untersuchung.

Schnellere Prozesse dank elektronischer Akte

Wer Jochen A. Werner fragt, wie seine Klinik durch Innovationen Patienten begeistern will, erhält zahlreiche Beispiele. Der Vorstandsvorsitzende dieses führenden Gesundheitsdienstleisters im Ruhrgebiet nennt zum Beispiel die elektronische Patientenakte, die seit 2018 die Abläufe im Haus deutlich einfacher macht. „Wir versuchen immer, die Prozesse aus der Sicht unserer Patienten zu sehen und entsprechend zu verbessern“, erklärt der 60-jährige Mediziner.

Komplett digitalisierte Notaufnahme

Als großes Ziel hat Werner die Transformation des Unternehmens mit seinen 14 Tochterfirmen in ein digital unterstütztes Smart Hospital. „Unsere Arbeit endet nicht an unseren Mauern, wir wollen über die räumlichen Grenzen hinaus mit vielen Sektoren stärker zusammenarbeiten, beispielsweise mit niedergelassenen Ärzten.“ Ein gutes Stück des Weges hat die Universitätsmedizin Essen schon geschafft: 2018 wurde eine komplett digitalisierte Notaufnahme in Betrieb genommen. Mithilfe der Übernahme von Echtzeitdaten eines Patienten können intern Maßnahmen jetzt sehr viel schneller eingeleitet werden. Kurz vor der Fertigstellung ist überdies das neue Service- und Informationscenter. „In vielen Krankenhäusern ist die Erreichbarkeit nicht gut, das wollen wir besser machen“, erläutert Werner. Beachtliche Erfolge kann die Universitätsmedizin Essen schon bei der Nutzung künstlicher Intelligenz vermelden: In der Radiologie etwa helfen Algorithmen dem Arzt, schneller und genauer Größenänderungen von Tumoren zu erfassen.

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Prof. Dr. Jochen A. Werner
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