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TechnoLab GmbH

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Weitere Branchen: Autozulieferer/Fahrzeugbau | Luft-/Raumfahrt | Umweltschutz/-technik
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Dem Sandsturm standhalten


Wenn Automobilkarossen Sandstürme unbeschadet überstehen, wurden sie vorher in einer Umweltsimulation gründlich getestet. Die TechnoLab GmbH ist seit Langem führend bei der Prüfung und Schadensanalytik von Produkten aller Größen und aus unterschiedlichsten Materialien. Die 26 Mitarbeiter des Unternehmens untersuchen selbst kleinste elektronische Bauteile – und tragen so dazu bei, schwerwiegenden Schäden in Steuerungen und Sicherheitssystemen vorzubeugen.

Das Smartphone sollte nicht beim ersten Sturz zerbrechen, die Solaranlage auf dem Dach Minustemperaturen trotzen und die Armbanduhr auch im Wasser funktionieren: An Produkte jeglicher Art werden hohe Qualitätsansprüche gestellt. Die in Berlin ansässige TechnoLab GmbH prüft Teile – vom Handy bis zum Raketentriebwerk – auf Herz und Nieren, sodass Hersteller ihre Ware guten Gewissens vertreiben können, ohne eine teure Rückrufaktion befürchten zu müssen. „Wir können nahezu alles testen, was durch Umweltsimulation und Schadensanalytik abgesichert und verbessert werden kann“, sagt der Geschäftsführer Olaf Nusche.

Flugzeugteile im Sandsturm

Olaf Nusche und seine zwei Mitgründer Marco Kämpfert und Lutz Bruderreck starteten TechnoLab in den 1990er-Jahren. Zu ihren ersten Kunden zählten Firmen aus der Automobilindustrie. Dass diese wettbewerbsumkämpfte Branche auch heute noch die Dienstleistungen dieser Berliner stark nachfragt, liegt nicht zuletzt an deren Prüfkammern, die einmalig in Europa sind. In ihnen werden zum Beispiel Flugzeugteile einem Sandsturm ausgesetzt – dabei erzeugt die Maschine Luftgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. So wird die Umwelt wirklichkeitsgetreu nachgestellt.

Extrem strapazierfähige Elektronik

Zu den Untersuchungsobjekten von TechnoLab zählen selbst kleinste elektronische Bauteile, die nur mittels Mikroskopie und anderer bildgebender Verfahren untersucht werden können. Ein Beispiel aus der Luftfahrt: Vor allem bei Langstreckenflügen, etwa nach Australien, wird der Fracht- und Passagierraum großflächig mit Desinfektionsmitteln eingesprüht. Die chemischen Mittel sollen verhindern, dass fremde Mikroorganismen ins Land gelangen. Umso wichtiger ist es, dass die Funktionsteile dem Chemieangriff standhalten. „Manche Defekte in elektronischen Steuerungen sind, im Größenverhältnis betrachtet, sehr klein, können aber schwerwiegende Schäden nach sich ziehen“, sagt der Geschäftsführer. Das gilt für die Luftfahrt ebenso wie für viele andere Gebiete, etwa die Erdölförderung, wo die Steuerung der Sicherheitssysteme extrem wichtig ist.

Bild von Lutz Bruderreck, Olaf Nusche und Marco Kämpfert
Lutz Bruderreck, Olaf Nusche und Marco Kämpfert
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