Infos zu
TOP 100
anfordern

MLL Münchner Leukämielabor GmbH

Icon für Pharma/Labortechnik Pharma/Labortechnik
Icon für Standort Adresse
Max-Lebsche-Platz 31 81377 München
Icon für Anzahl der Mitarbeiter oder Beschäftigten Beschäftigte
195
Stern-Icon für Teilnahmehinweis TOP 100-Teilnahmen
1
MLL Münchner Leukämielabor GmbH - 1

Auf dem Weg zur Präzisionsmedizin


Sie ist die Hoffnung vieler Patienten: Die MLL Münchner Leukämielabor GmbH betreibt ein Diagnostiklabor, das die Untersuchungen für etwa 60 % aller Leukämiepatienten in Deutschland durchführt. Und sie ist dabei, die Erkenntnisse aus dem sogenannten Humangenomprojekt in der diagnostischen Praxis einzusetzen. In den vergangenen Jahren hat die Firma mehr als 10 Mio. $ in neue Forschungsprojekte investiert und die größte Gen-Sequenziereinheit in ganz Europa aufgebaut – eine Investition mit Blick in Richtung Zukunft.

Als dieser Mittelständler 2005 von einer Gruppe praxiserfahrener Hämatologen gegründet wurde, ging man im Best-Case- Szenario des Businessplans davon aus, in dem Labor künftig 10.000 Diagnosen pro Jahr durchzuführen. Schon 2006 wurde diese Zahl überschritten – mittlerweile analysiert das Labor mehr als 80.000 Proben pro Jahr. Diese Analysen sind allesamt State of the Art, doch der Geschäftsführer Prof. Dr. Dr. Torsten Haferlach ist überzeugt davon, dass sich künftig ganz neue Diagnosemethoden durchsetzen werden: „Uns steht ein Technologiesprung bevor, der ähnlich groß sein wird wie der Sprung vom Wählscheibentelefon zum I-Phone X“, prophezeit er.

Größte Gen-Sequenziereinheit Europas

Der entscheidende Treiber für diesen Technologiesprung sind die stetig wachsenden Möglichkeiten, die Informationen des menschlichen Erbguts zu entschlüsseln und zu interpretieren. „Als wir angefangen haben, war es bei Leukämiediagnosen üblich, 40 Gene abzubilden, heute sind es 250“, erläutert der Geschäftsführer Prof. Dr. Wolfgang Kern. Das Münchner Leukämielabor will den technischen Fortschritt aber nicht nur begleiten, es will an seiner Spitze stehen und ihn formen. Deshalb haben die Geschäftsführer die größte Gen-Sequenziereinrichtung in ganz Europa aufgebaut und im Rahmen eines Forschungsprojekts mittlerweile schon das komplette Genom von rund 5.000 Leukämiepatienten analysiert.

Zielgenauer behandeln

Das dadurch gewonnene Datenset kann entscheidend mithelfen, Zusammenhänge zu verstehen und neue Medikamente zu entwickeln. „Je genauer wir die einzelnen Leukämiesubgruppen erkennen und beschreiben können, desto zielgenauer können wir sie behandeln“, sagt die Geschäftsführerin Prof. Dr. Claudia Haferlach. Sie arbeitet, ebenso wie ihre Geschäftsführerkollegen, nach wie vor fünf Tage pro Woche in der klinischen Routinediagnostik und publiziert regelmäßig wissenschaftliche Forschungsergebnisse. Das Ziel der Bemühungen ist klar: Lebensqualität zu verbessern, Leben zu verlängern und Präzisionsmedizin für wirksame und zielgerichtete Therapien zu entwickeln.

Bild von Prof. Dr. Wolfgang Kern, Prof. Dr. Dr. Torsten Haferlach und Prof. Dr. Claudia Haferlach
Prof. Dr. Wolfgang Kern, Prof. Dr. Dr. Torsten Haferlach und Prof. Dr. Claudia Haferlach
Icon für GeschäftsführerGeschäftsführer


Interview Interview

Warum MLL in die Gen-Sequenzierung investiert und was das Besondere an dieser neuen Methode ist, erklärt Prof. Dr. Dr. Torsten Haferlach.
Jetzt lesen