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Ibeo Automotive Systems GmbH

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Ibeo Automotive Systems GmbH

Mobilität neu erfinden


Fahrerassistenzsysteme warnen, wenn man zu nah auffährt, lösen gar eine Notbremsung aus, oder sie rangieren ein Auto selbstständig in eine enge Parklücke. Früher hielt man das für Science-Fiction – heute gehören solche Assistenzsysteme zur Standardausstattung von Neuwagen. Möglich wird das durch entsprechende Sensoren zur Umwelterkennung. Die Ibeo Automotive Systems GmbH in Hamburg entwickelt Systeme, die auf einer Lasertechnologie basieren und als „Sinnesorgane“ für Fahrzeuge fungieren.

Die englische Abkürzung für die Laserscanner lautet „LiDAR systems“. Diese Systeme senden Laserimpulse und werten dann das von den verschiedensten Objekten in der Umgebung reflektierte Licht aus. Aus der sogenannten Lichtlaufzeit, also der Zeit, die der Laserimpuls benötigt, bis er reflektiert wird, errechnet eine Software die Größe und die Form der Objekte sowie deren Position und Geschwindigkeit. Moderne LiDAR-Systeme können viele Laserimpulse parallel verarbeiten. So entsteht ein detailliertes 3-D-Modell der Umgebung, das sowohl unbewegte Objekte umfasst, etwa Leitplanken und Fahrbahnmarkierungen, als auch andere Verkehrsteilnehmer wie Autos, Radfahrer und Fußgänger.

Blick in die Ferne – und in die Höhe

Aktuell entwickeln diese Hamburger den „ibeo NEXT 3D Solid State LiDAR“. Während die LiDAR-Systeme bisher mit mechanisch bewegten Spiegeln arbeiten, setzen die Ingenieure bei „ibeo NEXT“ auf eine reine Halbleiterlösung. Der neue kompakte Scanner ist kleiner und robuster. Er punktet zudem durch eine hohe Auflösung und kann nicht nur in der Ebene „sehen“, sondern auch entlang der vertikalen Achse. Ein entscheidender Vorteil, wenn man zukünftig zum Beispiel auch Drohnen steuern will.

Mehr Sicherheit durch selbstfahrende Autos

Während die Laserscanner quasi die „Augen“ eines Autos sind, arbeitet Ibeo auch an einem „Gehirn“ für die nächste Fahrzeuggeneration: Die Umgebungsdaten, die das LiDAR-System gewinnt, werden laufend mit Orientierungspunkten auf einer digitalen Karte abgeglichen, um so die genaue Position des Autos zu bestimmen. Bringt man diese Daten dann mit Informationen aus anderen Quellen zusammen, etwa mit Kameras, Radargeräten oder Ultraschallsensoren, kann das Ibeo-Bordsystem im Auto daraus Handlungsanweisungen ableiten, zum Beispiel Lenk- oder Bremsvorgänge. So wird sicheres autonomes Fahren möglich. „Wir wünschen uns eine Zukunft ohne Verkehrsunfälle, in der das Auto ein kooperativer Partner für diejenigen ist, die sich nicht selbst schützen können“, betont der Geschäftsführer Dr. Ulrich Lages.

Bild von Dr. Ulrich Lages
Dr. Ulrich Lages
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