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HOMAG Group AG

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Homagstraße 3–5 72296 Schopfloch
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HOMAG Group AG

Digitale Vorreiter


Ob Möbel, Küchen, Fenster oder Türen – wenn Holz industriell bearbeitet wird, kommen häufig Maschinen der HOMAG Group AG zum Einsatz. Dieser Maschinenbauer aus dem beschaulichen Schopfloch nahe Stuttgart ist mit mehr als 30 % Weltmarktanteil Innovationsführer in der Branche. Ende 2018 bündelte er sein Know-how in Sachen Software in einem neuen Geschäftsfeld, „Digital Factory“ benannt: Hier definiert und entwickelt man neue digitale Produkte, beispielsweise die cloudbasierte App „Intelli Divide“.

Mit dieser App kann der Kunde etwa seine Spanplattensäge so programmieren, dass sie entweder möglichst schnell oder aber mit wenig Verschnitt arbeitet – je nachdem, was gewünscht ist. Die Berechnungen der App erfolgen in Windeseile. Neu ist auch die digitale Benutzerführung „Intelli Divide“: Sie zeigt dem Maschinenführer mittels Pfeilen und LED-Leuchten den jeweils nächsten Arbeitsschritt an. Im verarbeitenden Gewerbe ist dies weltweit eine wichtige Unterstützung für ungelernte Kräfte, angesichts des aktuellen Fachkräftemangels auch im heimischen Markt.

Digitaler Zwilling zur Prozessoptimierung

Bei der Montage von Anlagen sind eine schnelle Inbetriebnahme und eine maximale Verfügbarkeit kaufentscheidend. HOMAG simuliert deshalb immer mehr Anlagen noch vor ihrem Bau in einer virtuellen Anlage. Mit diesem digitalen Zwilling kann zum einen schon vor der eigentlichen Montage die Funktionalität der Gesamtanlage geprüft werden, was den realen Aufbau erheblich beschleunigt. Zum anderen kann der Kunde bereits auf der Maschine geschult werden, sodass er sie bedienen kann, bevor sie tatsächlich steht.

Konkurrenten einbinden

Auch mit der Ausgründung der tapio GmbH erweisen sich die Schwarzwälder als Schrittmacher in ihrer Branche: Ihre offene IoT-Plattform „tapio“ bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Holzindustrie ab. Sie nennen sie das „digitale Ökosystem für die Holzbranche“, denn „tapio“ ist offen für alle Unternehmen, die in dieser Branche aktiv sind, ob Zulieferer, Werkzeug- und Maschinenbauer oder Softwarehersteller. Auch Wettbewerber sind willkommen. „Mit unserem ‚Ökosystem‘ bereiten wir für unsere Partner den Boden, auf dem eine Vielfalt digitaler Lösungen für deren Kunden wachsen und gedeihen kann“, beschreibt Christian Neumann, der Geschäftsführer der tapio GmbH, die Idee. Denn der Kunde braucht keine künstlich getrennten Insellösungen, sondern eine Lösungswelt, in der er seinen gesamten Produktionsprozess digital abbilden kann.

Bild von Pekka Paasivaara und Franz-Peter Matheis
Pekka Paasivaara und Franz-Peter Matheis
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