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EXPRESSO Deutschland GmbH

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EXPRESSO Deutschland GmbH

Die Ersten sein


Was haben Gepäckwagen am Flughafen oder mobile Hebehilfen im Automobilbau mit Industrie 4.0 zu tun? Noch nicht allzu viel. Mittelfristig wohl aber eine ganze Menge: Die EXPRESSO Deutschland GmbH arbeitet mit Feuereifer daran, ihre Lösungen auf den Gebieten Transportieren, Heben und Verladen mit Sensoren auszurüsten. Das dürfte die Kunden dieses Kasseler Premiumherstellers für Intralogistiksysteme begeistern – eröffnet es ihnen doch die Möglichkeit, für diese Systeme ein intelligentes und effizientes Fuhrparkmanagement zu etablieren.

Im Idealfall wissen die zuständigen Mitarbeiter jederzeit, an welcher Stelle des Produktionsprozesses sich etwa die Hebehilfen befinden und wie viele davon aktuell ausgelastet sind. Allerdings braucht man nicht viel Fantasie, um sich den dafür nötigen zeitlichen und organisatorischen Aufwand in einem großen Industrieunternehmen auszumalen. „Das geht zwangsläufig zulasten der Produktivität“, erklärt denn auch der Geschäftsführer Sebastian Loh. Ihm und seinen Ingenieuren ist dieses unrentable Prozedere ein Dorn im Auge – und den möchten sie für ihre Kunden mittels einer sensorischen Erfassung der Systeme aus der Welt schaffen.

Strategische Erneuerung

Der Komplex „Industrie 4.0“ steht exemplarisch für die strategische Erneuerung, die Dr. Alexander Bünz seit 2015 als neuer Geschäftsführer dieses nordhessischen Mittelständlers verantwortet. Die Ziele sind ganz klar definiert: neue Produkte entwickeln, neue Märkte erschließen, und die Rentabilität erhöhen. Wie funktioniert das? „Indem wir zum Beispiel nicht nur auf Kundenanforderungen reagieren, sondern auch aktiv Lösungen entwickeln, an die der Kunde noch gar nicht gedacht hat“, erklärt der Ingenieur und Betriebswirt.

Markt- statt Kundenlösungen

Dabei möchte es Dr. Bünz aber nicht bewenden lassen. Vielmehr hat er schon den nächsten Schritt im Kopf, der das Unternehmen entscheidend verändern soll. Die Devise lautet: „Markt- statt Kundenlösungen.“ Daran führt angesichts des steigenden Wettbewerbs im Hauptmarkt Zentraleuropa kein Weg vorbei, davon ist der Geschäftsführer überzeugt. Eine wichtige Voraussetzung dafür haben diese Kasseler Intralogistik-Spezialisten schon geschaffen: In einer 2017 errichteten Experimentierwerkstatt laborieren Entwickler und Servicetechniker gemeinsam an Prototypen und Mustern, um die Tauglichkeit künftiger Produkte im Wortsinn zu begreifen. Industrie 4.0 spielt dabei natürlich ebenfalls eine tragende Rolle. „Denn hier“, betont Dr. Bünz, „möchten wir die Ersten sein.“

Bild von Sebastian Loh und Dr. Alexander Bünz
Sebastian Loh und Dr. Alexander Bünz
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