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EOPTI e. K.

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EOPTI e. K.

Algorithmus des Lebens


Im Alltag sind wir längst von künstlicher Intelligenz umgeben. „Alexa“ und „Siri“ beantworten jede Frage, und mit dem Smartphone wird unser Ich vermessen. Mittlerweile ist das Thema KI auch in den Krankenhäusern angekommen: EOPTI e. K., ein Beratungsunternehmen für das Gesundheitswesen, hat sich auf die Entwicklung von Software im Bereich der künstlichen Intelligenz spezialisiert. Dazu gehören Innovationen für die Kodiernachlese und die Verweildauersteuerung in Kliniken.

Gesundheitseinrichtungen profitieren vom digitalen Wandel, weil intelligente Algorithmen Aufgaben übernehmen, die früher nur der Mensch machen konnte. Mittelfristig entlastet die künstliche Intelligenz damit den Controller oder sogar den Arzt. „Anfänglich war unser Ziel lediglich, Fehler in Krankenhausabrechnungen zu identifizieren“, sagt der Inhaber Roland Lutz. „Mittlerweile können die Algorithmen sich anbahnende Erkrankungen oder sogar die Überlebenswahrscheinlichkeit berechnen.“ Hierfür verwendet EOPTI Techniken aus verschiedenen Disziplinen und vereint sie zu intelligenter Software. Das 12-köpfige Team besteht aus Medizincontrollern, Kodierfachkräften, Ärzten, Entwicklern und Machine-Learning-Experten.

Rechtzeitiges Erkennen von Krankheiten

Im Laufe eines Krankenhausaufenthalts sammeln sich eine Vielzahl von Daten an. Über die Labordaten hinaus werden beispielsweise das Alter, das Geschlecht oder die Vorerkrankungen erfasst. Mittels dieser Daten werden die Patienten einer diagnosebezogenen Fallpauschale zugeordnet, die den Kliniken zur Abrechnung mit den Krankenkassen dient. Dabei entstehen Abrechnungslücken und unvollständige Codierungen, die mithilfe der von EOPTI entwickelten Kodiernachlese-Algorithmen aufgedeckt werden können. Dank künstlicher neuronaler Netze und ständig dazulernender KI können aber auch Erkrankungen, etwa ein drohendes Nierenversagen, frühzeitig erkannt oder die voraussichtliche Dauer einer Krankenhausbehandlung berechnet werden.

Frühwarnsystem für die korrekte Abrechnung

Eine weitere Innovation dieses Expertenteams ist das sogenannte MDK-Predict, eine Art Vorausberechnungssystem für den Medizinischen Dienst der Krankenversicherer (MDK). Mithilfe dieses Systems erhalten Krankenhäuser rechtzeitig Hinweise auf Abrechnungsfälle, die der MDK mit hoher Wahrscheinlichkeit beanstanden wird. In einem nächsten Schritt prüft ein KI-gestützter Algorithmus, ob gegebenenfalls weitere Diagnosen zu ergänzen sind, sodass die Medizincontroller eine entsprechende Plausibilisierungsmöglichkeit erhalten – und die Abrechnung ohne Beanstandung vonstattengeht.

Bild von Roland Lutz
Roland Lutz
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