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EMPIT GmbH

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Überirdisch erfolgreich


Auf der ganzen Welt müssen Hochdruckleitungen aus Sicherheitsgründen regelmäßig auf kleinste Defekte untersucht werden. Die EMPIT GmbH hat dafür eine einzigartige technische Lösung entwickelt, die ihr international eine Monopolstellung sichert. Gelungen ist ihr dies, indem sie Know-how aus der Physik und der Elektrotechnik interdisziplinär verknüpft, mit Kunden bei neuen Themen von der ersten Idee an zusammenarbeitet und Scheitern als zwingend erforderlich für Erfolg ansieht.

Die Inspektion unterirdisch verlegter Pipelines wird normalerweise mithilfe von Robotern erledigt. Sie ermitteln etwa Korrosionsschäden, durch die es im schlimmsten Fall zu einer Leitungsexplosion kommen könnte. Schwierig wird es allerdings bei Rohren mit engen Biegungen oder geringen Durchmessern. Dann besteht die Gefahr, dass die Inspekteure stecken bleiben. Genau für diese verzwickten Fälle, im Fachjargon „nicht molchbare Leitungen“ genannt, entwickelte EMPIT ein neues Verfahren. Das Besondere daran: Es ermöglicht das Monitoring von Gas-, Öl- und Wasserleitungen von der Erdoberfläche aus.

Defekte aufspüren

Der Firmenname EMPIT ist abgeleitet von „Electromagnetic Pipeline Testing“ und steht für die neue Testtechnologie. Bei dieser Technologie wird Strom in unterirdische Rohre eingespeist, wodurch auf der Erdoberfläche Magnetfelder entstehen. Diese Felder lassen sich mittels einer Sensortechnik, die in Roboter integriert ist, vermessen. Kleinste Anomalien in den Leitungen, zum Beispiel ein Metallverlust, offenbaren sich als Deformation in den eigentlich runden Magnetfeldlinien. Computerprogramme können nun mithilfe dieser Daten exakt berechnen, wo sich die schadhafte Stelle befindet – selbst wenn sie mehrere Meter tief in der Erde steckt.

An den richtigen Stellschrauben drehen

Global Player, etwa aus der Ölindustrie, sind von diesem Monitoringverfahren so überzeugt, dass sie von sich aus auf EMPIT zukommen, um Forschungsverträge für neue Anwendungsfälle abzuschließen. Dadurch wissen die Entwickler des Unternehmens sehr genau, welcher Innovationsbedarf am Markt besteht. „Wir entwickeln Technologien, für die es bisher nichts Vergleichbares gibt. Damit die gut werden, brauchen wir mehrere Anläufe, denn durch Scheitern erkennen wir die richtige Richtung und die wichtigsten Stellschrauben“, erläutert der Geschäftsführer Mark Glinka. Das erst 2015 gegründete Start-up hat für sich selbst den richtigen Dreh schon gefunden: 2018 schrieb es bereits zum zweiten Mal schwarze Zahlen und verfünffachte seinen Umsatz.

Bild von Mark Glinka
Mark Glinka
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