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CorTec GmbH

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CorTec GmbH

An der Schnittstelle von Mensch und Maschine


In aller Welt arbeiten Ärzte und Wissenschaftler daran, die Leiden chronisch Erkrankter mit neurotherapeutischen Methoden zu lindern. Die CorTec GmbH in Freiburg leistet dazu einen wichtigen Beitrag: Sie entwickelt Mittel und Wege zu einem besseren Verständnis des menschlichen Nervensystems, um es gezielt und auf individuelle Patientenbedürfnisse abgestimmt stimulieren zu können. Künstliche Intelligenz und ein Gehirnimplantat, das in seiner Art einmalig ist, nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein.

Als Dr. Martin Schüttler und Dr. Jörn Rickert 2010 die CorTec GmbH als Ausgründung der Universität Freiburg ins Leben riefen, betraten sie auf dem Weg in die Zukunft der Neurotechnologie Neuland. Die heute 50 Beschäftigte zählende Firma hat inzwischen ihr „Brain Interchange“-System so weit entwickelt, dass es kurz vor dem klinischen Einsatz steht. Mithilfe dieser Technologieplattform sollen künftig bessere Behandlungsmethoden für Krankheiten wie Alzheimer, Epilepsie, Lähmungen, Parkinson oder auch für chronischen Schmerz entwickelt werden.

Die Sprache des Gehirns verstehen

Das „Brain Interchange“-System besteht aus vier Komponenten und funktioniert so: Eine in den Kopf implantierte Elektrode misst die neuronalen Signale. Eine implantierte Sende- und Empfangseinheit, deren Elektronik hermetisch gegenüber Körperflüssigkeiten abgeschlossen ist, sendet die Messdaten drahtlos nach außen. Außerhalb des Körpers interpretiert eine Software die empfangenen neuronalen Informationen und übersetzt sie in Kontrollsignale für therapeutische Anwendungen. Die therapeutische Stimulation erfolgt wiederum über die Elektrode. Sie gibt nach Bedarf dosiert elektrische Impulse an das Hirngewebe ab. So sollen etwa sich aufbauende epileptische Anfälle vor ihrem Auftreten erkannt werden, damit rechtzeitige Stimulationsimpulse die Anfälle abmildern oder verhindern können.

System mit Alleinstellungsmerkmal

Dr. Rickert beschreibt die Besonderheit des Systems so: „Es funktioniert bidirektional im geschlossenen Kreislauf. Dabei überwacht es mit einer hohen Kanalzahl die Aktivität des Gehirns und berechnet auf der so gewonnenen breiten Datenbasis selbstständig seine Aktionen. Auf dem Feld der Neurotechnologie ist dies eine richtungweisende Innovation.“ In das Start-up sind seit seiner Gründung mehrere Millionen Euro an Fördermittel und Investments geflossen; in den nächsten zwei bis drei Jahren will man die Gewinnschwelle erreichen. Die Weichen dafür sind gestellt. Nicht zuletzt, weil CorTec nach einem Umzug im Herbst 2018 über modernste Büros und neue Forschungslabore auf 1.400 Quadratmetern verfügt – beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum.

Bild von Dr. Jörn Rickert und Dr. Martin Schüttler
Dr. Jörn Rickert und Dr. Martin Schüttler
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