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Audi e-gas Betreibergesellschaft mbH

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Audi e-gas Betreibergesellschaft mbH

Als Treiber Teil der Energiewende


Die Power-to-Gas-Anlage der Audi e-gas Betreibergesellschaft mbH im niedersächsischen Werlte ist weltweit die erste Anlage, die im industriellen Maßstab aus Kohlendioxid und erneuerbarem Strom nachhaltige Kraftstoffe generiert. Dabei handelt es sich um einspeisefähiges, synthetisches Erdgas. Zusammen mit Spezialisten erforscht diese Firma, wie Energie aus regenerativen Quellen sinnvoll genutzt, gespeichert und eingesteuert werden kann. Zu ihren Innovationserfolgen zählen „grüner Wasserstoff“ sowie erneuerbares und flüssiges Erdgas.

„Das ganze System ist eine Innovation, und wir verstehen uns als Teil und Treiber der Energiewende“, erklärt der Geschäftsführer Dr. Hermann Pengg. Die Anlage in Werlte ist Produktions- und Forschungsanlage zugleich und wird von diversen Kooperationspartnern in vielen Projekten genutzt. Sie bezieht CO2 aus einer benachbarten Biogasanlage, die landwirtschaftliche Reststoffe verwertet. Dort entsteht CO2 als Abfallprodukt. In der Power-to-Gas-Anlage reagiert es dann mit Wasserstoff zu synthetischem Methan, das dann in das Gasnetz eingespeist und als Energieträger gespeichert werden kann. Die vorangestellte Elektrolyse, also die Spaltung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff, betreibt man mit regenerativem Strom. Deshalb spricht Dr. Pengg bei dieser Innovation von „grünem Wasserstoff.“

So effektiv wie 220.000 Buchen

Die Power-to-Gas-Anlage ist in den Regelenergiemarkt eingebunden. Somit kann das während der sogenannten Methanisierung entstandene synthetische Methan, das „Audi e-gas“, ins Netz eingespeist werden. Es stabilsiert also das Stromnetz und kann in Gasfahrzeugen, aber auch in Gasheizungen und Gaskraftwerken verwendet werden. Die Anlage in Werlte gilt damit als Paradebeispiel dafür, wie man überschüssigen Ökostrom speichern kann. Pro Jahr produziert sie etwa 1.000 Tonnen Gas und bindet dabei zirka 2.800 Tonnen CO2. Das entspricht etwa der Menge, die ein Wald mit mehr als 220.000 Buchen im Jahr aufnimmt.

CO2-Ersparnis von 80 %

„Unser e-gas hat das Potenzial, eine nahezu CO2-neutrale Mobilität zu erreichen“, sagt der Geschäftsführer: Beim Fahren stößt ein Fahrzeug genau die Menge an CO2 aus, die bei seiner Produktion gebunden wurde. Im Vergleich zu einem Benzinmodell mit ähnlicher Leistung liegt die CO2-Ersparnis bei 80 %. „Im nächsten Schritt kann aus Erdgas jetzt auch flüssiges Erdgas gewonnen werden, mit dem dann Lkw oder Schiffe betankt werden können“, erläutert Dr. Pengg. Gase lassen sich nämlich am besten in flüssigem Zustand transportieren. Mittlerweile werden auch immer mehr Kreuzfahrtschiffe mit diesem Flüssiggas angetrieben – eine Investition in die Zukunft.

Bild von Dr. Hermann Pengg
Dr. Hermann Pengg
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