Tobi GmbH & Co. KG

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Tobi GmbH & Co. KG

Die Geburt eines Verkaufsschlagers


Ruhige Nächte – davon träumen die meisten Eltern frischgebackener Babys. Ein Stück weit wahr gemacht hat diesen Traum Christian Pihale: Als seine Frau mit dem vierten Kind schwanger war und keine Lust mehr hatte, sich Nacht für Nacht aus dem Bett zu quälen, baute er ihr ein Beistellbett. Dass es offenbar vielen Eltern ebenso erging wie seiner Frau, merkte der Erfinder des weltweit ersten Beistellbetts „babybay“ und Geschäftsführer der Tobi GmbH & Co. KG erst, als die nachbarliche Scheune als Lager für die kleinen Betten nicht mehr ausreichte.

Als Christian Pihale für sein viertes Kind ein Bettchen zusammenbaute, das, direkt ans Ehebett geschraubt, seiner Frau das nächtliche Aufstehen ersparte, ahnte er noch nichts. Doch nur wenige Monate später zeichnete sich ab, dass mehr als eine halbe Million Eltern auf der ganzen Welt ebenfalls genau dieses Bettchen haben wollte. „Der Erste, der das Potenzial erkannte, war unser Kinderarzt, direkt nach der Geburt. Er riet mir sofort zur Patentierung“, erzählt Pihale, von Haus aus IT-Fachmann. Er folgte dem Rat und merkte schon wenig später auf ersten Messen, dass er einen echten Treffer gelandet hatte. „Das Interesse war riesig“, erinnert er sich. Wenig später entstand dank einer Hebamme der Kontakt zu einer bayerischen Klinik: Damit war, in leichter Abwandlung, das Beistellbett „babybay“ als Medizinprodukt geboren.

Von der Scheune zu 3.000 Quadratmetern

Anfangs baute die Bettchen noch sein Vater zusammen, ein Schreiner. Die Scheune auf dem nachbarlichen Bauernhof diente als Lagerraum. „Als wir die Scheunen sämtlicher Bauernhöfe im Ort belegt hatten, war klar, dass wir den nächsten Schritt gehen müssen“, erzählt Pihale. 2013 zog die Firma in ein eigenes Gebäude auf 3.000 Quadratmetern. Trotzdem kommt sie bis heute mit nur 14 Mitarbeitern aus. Auch wenn seine Geschichte wie ein Traum klingt, ist Pihale Realist geblieben: „Nur ‚babybay‘, das funktioniert in Zukunft nicht“, sagt er. Deshalb produziert sein Unternehmen schon jetzt weitere Möbel für Kinder und erschließt sich gerade den US-amerikanischen Markt.

Zuhören als Geheimrezept

So wie Pihale zur Erfindung des „babybay“ ganz einfach seiner Frau zugehört hat, leiht er heute seinen Kunden das Ohr: „Der Austausch auf Facebook oder Instagram liegt mir sehr am Herzen“, erzählt er. „Es ist verrückt, auf welch tolle Ideen die Menschen kommen.“ Ob das Beistellbett auch als Hockeytor, als Bett für Hund und Katze oder als Wandregal verwendet wird – seine Kunden bringen ihn immer wieder auf Neues. Wer so gut zuhören kann, dem dürften wohl auch in Zukunft die Ideen nur so zufliegen.

Bild von Christian Pihale
Christian Pihale
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