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Stiftung Maria-Hilf-Stadtlohn

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Stiftung Maria-Hilf-Stadtlohn

Professionelle Pflege – auch von Ideen


Nirgendwo werden gute Ideen besser gebraucht als in der Pflege von kranken und alten Menschen. Doch im Gesundheitsbereich grenzen die Vorgaben des Gesetzgebers den Spielraum für Neues stark ein. Die Stiftung Maria-Hilf-Stadtlohn hat jedoch eine Gesetzesänderung geschickt für eine Innovation genutzt: Diese Betreiberin eines Krankenhauses, eines Hospizes, eines Pflegeheims und weiterer Einrichtungen hat ein medizinisches Versorgungszentrum gegründet, das die stationäre und die ambulante Behandlung vereint.

Wenn Ärzte ihre Patienten aus dem Krankenhaus entlassen, haben sie mit deren Nachbehandlung oft nur noch wenig zu tun. Ein anderes Konzept verfolgt hingegen die Stiftung Maria-Hilf mit ihrem medizinischen Versorgungszentrum in Stadtlohn: Dort behandeln Fachärzte, die beim Krankenhaus angestellt sind, die Patienten ambulant weiter. So können sie besser an die stationäre Therapie anknüpfen. Mit diesem Konzept hat die Stiftung im Nachbarort inzwischen sogar eine Filiale eröffnet, um auch das ländliche Gebiet besser mit Ärzten zu versorgen.

Verbesserte Behandlungskette

Kreative Blicke richtet man aber auch nach innen: Mit der Fachhochschule Münster als Partner analysieren und optimieren die Mitarbeiter der Stiftung derzeit Schwachstellen in der Behandlungskette. „Bei vielen Erkrankungen sind mehrere Ärzte, Abteilungen und Untersuchungen beteiligt, die besser koordiniert werden können“, erklärt der Geschäftsführer Michael Saffé. Konkret geht es darum, Wartezeiten zu reduzieren, Doppeluntersuchungen zu vermeiden oder zu verhindern, dass gerade kein Arzt da ist, wenn er gebraucht wird. Ebenfalls verändert hat die Stiftung den Umgang mit Schmerzpatienten. Um die kümmern sich inzwischen sogenannte Schmerzteams, die viel Zeit in die individuelle Behandlung der Patienten stecken. „Jeder empfindet Schmerzen anders. Die standardisierte Verabreichung von Schmerzmitteln ist bei uns längst passé“, sagt Saffé.

Mitarbeiter einbeziehen

Zur Philosophie des Hauses gehört auch, dass die Mitarbeiter neue Ideen einbringen können und sollen. „Hier geht es manchmal nicht um die großen Änderungen, sondern eher darum, dass sich alle wohler fühlen“, sagt Saffé. Das kann zu einer wichtigen Neuerung führen, etwa zur Nutzung eines Blockheizkraftwerks, sodass Energie gespart wird. Aber auch ein Dienstfahrrad oder ein Regencape für jeden Mitarbeiter sind willkommene Neuerungen. Ob im Großen oder im Kleinen: Die Stiftung Maria-Hilf pflegt nicht nur kranke und alte Menschen, sondern auch eine rege Ideenkultur.

Bild von Michael Saffé
Michael Saffé
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