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SGL CARBON

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Söhnleinstraße 8 65201 Wiesbaden
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SGL CARBON

Ins Rollen gebracht


Zuerst ist es nur ein kleiner Schneeball, doch unter bestimmten Bedingungen kann er zur Lawine werden. Geht es um eine Schneelawine, müssen Wintersportler mit dem Schlimmsten rechnen. Formt sich hingegen eine Ideenlawine, erweitert sich das Feld der Möglichkeiten für ein Unternehmen ungemein. So geschehen bei der SGL CARBON: Mehr als 300 Vorschläge von Mitarbeitern für Lösungen aus dem Werkstoff Carbon traten eine „Innovationslawine“ los. Die ist die Basis für langfristige Wachstumsfelder, dabei setzt man auf Hightech statt auf Grundstoffe.

Wie startet man eine Kampagne, die mehr als 300 Ideen aus dem Kreis der Mitarbeiter generiert? Natürlich sind Onlineaktionen und -tools, Werbemaßnahmen und Infoveranstaltungen dafür notwendig. Entscheidender jedoch ist, dass der Ball überhaupt ins Rollen kommt. „Wenn die ersten zehn, zwölf Ideen auf dem Tisch liegen, dann kommen die Leute von selbst. Wenn die Welle einmal angestoßen ist, wird sie zum Selbstläufer“, berichtet der Forschungsleiter Tilo Hauke. Doch auf diesen ersten Schritt muss ein zweiter folgen: „Will man erfolgreich sein, reicht es nicht, viele Ideen zu haben; die eigentliche Kunst ist es, die richtigen Ideen auszuwählen“, erklärt Hauke.

Mobilität, neue Energien, Digitalisierung

In den vergangenen drei Jahren hat dieser Hersteller von Kohlenfaserverbundwerkstoffen und Grafitspezialitäten drei Megatrends identifiziert, in denen er stark wachsen will: Einer davon ist der Bereich Mobilität, dabei geht es unter anderem um Leichtbauelemente für die Automobil- und die Luftfahrtindustrie. Dazu kommen die beiden Themen „Neue Energien“ und „Digitalisierung“. Hier geht es zum Beispiel um Lösungen für den Herstellungsprozess von Silizium, um Flügel für Windräder, innovative Werkstoffe für Lithium- Ionen-Batterien und um Solaranlagen.

Vier Zukunftsfelder

Bei diesen drei Themen rollt die Schneekugel bereits. Nun soll sie weitere Schneemassen aufnehmen, denn zusätzlich zu diesen Themen setzt die SGL Carbon künftig auf die vier Wachstumsfelder 3-D-Druck, Carbonfasertextilien, neue Verbundmaterialien und neuartige Beschichtungen. So arbeitet man etwa an Faserverbund-Verstärkungsstäben für die Baubranche und an Textilbeton für nachhaltiges Bauen, und man entwickelt Kohlenstoff- und Grafitkomponenten für die bioelektrochemische Meerwasserentsalzung. Zudem wird mit mehrfach formbaren und recycelbaren thermoplastischen Materialien experimentiert, aber auch neue 3-D-Druck-Verfahren für Kohlenstoff und Grafit werden entwickelt. Doch das sind lediglich Momentaufnahmen: Die Innovationslawine rollt weiter.

Bild von Tilo Hauke
Tilo Hauke
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