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KIWI.KI GmbH

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Smarte Türöffner


Gut zehn Jahre ist es her, da hatte Dr.-Ing. Claudia Nagel ihr ganz besonderes Schlüsselerlebnis – buchstäblich. Es vollzog sich vor der eigenen Haustür, in Novemberkälte und strömendem Regen: Das Baby auf dem Arm, kramte sie, zusätzlich behindert durch Einkaufstüten, entnervt nach ihrem Schlüssel. Die nasskalte Erfahrung brachte die Wirtschaftsingenieurin auf eine Idee, die 2012 schließlich in die Gründung der KIWI.KI GmbH mündete. Dieses Berliner Start-up feiert seitdem Erfolge mit einem digitalen Schließsystem für Wohnungsunternehmen.

Die Initiatorin Dr.-Ing. Nagel, die das Schließsystem KIWI mit zwei Mitstreitern aus der Taufe hob, hat mit ihrer Idee offenkundig ins Schwarze getroffen: Das in zweijähriger Tüftelei zur Marktreife entwickelte Zugangssystem ersetzt Hausschlüssel durch Transponder, die Türen aus einer Entfernung von bis zu drei Metern elektronisch entriegelt. Das Eintrittsrecht ist per Webanwendung und Smartphone-App steuerbar und lässt sich etwa auf Paketboten, Reinigungspersonal oder die Müllabfuhr ausweiten. Zielgruppe ist in erster Linie die Wohnungswirtschaft: Eigentümer und Verwalter können so die Zutrittsrechte ihres gesamten Bestands zentral verwalten und auch den Bewohnern KIWI zur Verfügung stellen.

Plattform für Zutritt

Das innovative Schließsystem kommt an: Mehr als 60.000 Wohneinheiten sind an die KIWI-Infrastruktur angeschlossen, monatlich kommen rund 2.500 dazu. Damit wollen sich diese Newcomer indes nicht zufriedengeben, zumal der Trend zur Digitalisierung längst die gesamte Wohnungswirtschaft erfasst hat. „Wir verstehen uns als Plattform für Dienstleistungen, die Zutritt zu Haus und Wohnung ermöglichen“, erläutert der Geschäftsführer Karsten Nölling. Mit Volldampf arbeitet man deshalb an weiteren Produkten. Jüngstes Beispiel: ein digitaler Schlüsseltresor, der sich per App öffnen lässt und in dem mehrere Schlüssel eines Objekts oder Gebiets sicher aufbewahrt werden können. Handwerker öffnen so etwa nur den Safe und müssen für Schlüsselübergaben nicht mehr durch die ganze Stadt fahren.

Kreatives Marketing

Großen Anteil an den enormen Zuwachsraten hat die kreative Marketingarbeit: Einfallsreiche Vertriebsaktionen sorgten von Beginn an für Rückenwind. Zudem knüpfte man systematisch Kontakte zu Dienstleistern und der Wohnungswirtschaft. So wurden schnell Kunden und Partner gewonnen, darunter Schwergewichte wie Allianz, Schindler und Aareon. Man wolle, formuliert die Geschäftsführerin das ehrgeizige Ziel, „bis 2025 ein Unternehmen aufbauen, das mit den DAX-30-Adressen mithalten kann“. Bescheidenheit scheint ihr Ding nicht zu sein. Muss es auch nicht angesichts der Erfolgsgeschichte der smarten Türöffner.

Bild von Dr.-Ing. Claudia Nagel und Karsten Nölling
Dr.-Ing. Claudia Nagel und Karsten Nölling
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