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Eberhard Zimmermann GmbH & Co. KG

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Gottlieb-Daimler-Str. 26 33334 Gütersloh
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06803 Bitterfeld
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280
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Eberhard Zimmermann GmbH & Co. KG

Abfall – eine saubere Sache


Überall dort, wo Produkte entstehen, gibt es auch Abfälle: in der Autoindustrie ebenso wie bei einem kleinen Schreiner. Oft sind gefährliche Abfälle darunter, etwa Lacke, Altöl, Batterien oder chemische Substanzen. Auf die fachgerechte Entsorgung von gefährlichen und ungefährlichen Abfällen ist seit mehr als 50 Jahren die Eberhard Zimmermann GmbH & Co. KG spezialisiert, ein Familienunternehmen aus Ostwestfalen. Ihr ist nachhaltiges und umweltverträgliches Wirtschaften besonders wichtig.

Drei Jahre Planung und rund 4,5 Mio. € hat die Zimmermann-Gruppe in eine neue Entsorgungsanlage am Stammsitz Gütersloh investiert. Deren Erweiterung diente nicht dazu, die Kapazitäten zu erhöhen, sie verbesserte die Reinigungsleistung. Diesen Schritt erklärt der technische Leiter Dr. Jörg Wellenbüscher anhand einer Waschmaschine: Die habe früher Unmengen an Strom und Wasser verbraucht und nur drei Programme gekannt. Heute seien die Anforderungen auch technisch ganz andere, denn es gäbe eine Menge neuer Kleiderstoffe. So verhält es sich auch mit den wässrigen Industrieabfällen.

Sicherheit und Transparenz

„So eine Anlage gibt es nicht zu kaufen“, berichtet Dr. Wellenbüscher. Er hat die Steuerungstechnik selbst entwickelt. In acht Stufen werden die flüssigen Sonderabfälle gereinigt, etwa mit Pulveraktivkohle oder in der Kammerfilterpresse. Bevor man das Wasser in die Kanalisation einleitet, durchläuft es immer eine Kontrolle durch ein Labor. Zu dem haben auch die Kontrolleure der Stadt jederzeit unangemeldet Zutritt. Denn für die Bürger ist Transparenz wichtig, während für das verarbeitende Gewerbe die sichere Abfallentsorgung als Standortfaktor zählt.

Verwertung hat Vorrang

Beim Chemiekonzern BASF entstehen bei der Produktion von Pflanzenschutzmitteln jährlich 25.000 Tonnen extrem salzhaltiges Abwasser. Das verbrannte man bisher in kleinen Mengen an vielen Orten in Europa. Zimmermanns neu entwickeltes Konzept ist es, die übelriechenden Schadstoffe am Standort Bitterfeld zunächst zu neutralisieren. Mit der Zugabe anderer Abfallflüssigkeiten löst man chemische Reaktionen aus, sodass am Ende gereinigtes Abwasser und Salz als Feststoff bleiben. Diese Salze verwendet man dann in Bergwerken, um die nicht mehr benutzten Stollen zu stabilisieren. Der Abfall leistet also einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Dass sich diese Gütersloher Abfallexperten überhaupt an der Ausschreibung des Chemieriesen beteiligen konnten, verdanken sie der Experimentierfreude des Laborleiters, der schon lange das Zusammenwirken verschiedener wässriger Abfälle untersuchte.

Bild von Gerhard Zimmermann
Gerhard Zimmermann
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