Condrobs e. V.

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Condrobs e. V.

Die Brückenbauer


Jedes fünfte Kind in unserem Land wächst in Armut auf – dies ist das alarmierende Ergebnis einer Studie der Bertelsmann Stiftung. Sie bestätigt auch, dass Kinderarmut oft eine soziale Abstiegsspirale in Gang setzt, der Betroffene aus eigener Kraft kaum entkommen können. Dies ist nur ein Beleg dafür, wie bitter nötig das Engagement von Organisationen wie Condrobs e. V. ist. Seit Langem arbeitet dieser bayerische Verein daran, Menschen in schwierigen Lebensumständen Brücken in ein selbstbestimmtes Leben zu bauen.

Über ganz Bayern erstreckt sich das Netzwerk des Vereins mit Sitz in München. Seit der Gründung 1971 hat er sich zu einem der größten überkonfessionellen Träger sozialer Hilfsangebote im Freistaat entwickelt. Von 17 Standorten aus begleiten Sozialarbeiter, Psychologen, Pädagogen und Streetworker etwa Kinder und Jugendliche in prekären Lebenslagen, betreuen suchtkranke Menschen und deren Angehörige und kümmern sich um Geflüchtete. Im Bemühen, das Beste für die Betroffenen zu erreichen, lassen sich die Helfer kreative Lösungen einfallen. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen, passenden Angeboten für unsere Klientel. Dazu braucht es Mut zu neuen Wegen“, sagt die geschäftsführende Vorsitzende Eva Egartner.

Partizipative Entwicklung

Ohne das Feedback der Akteure an den sozialen Brennpunkten geht nichts. Deshalb setzt die Leitung auf Partizipation, um praxistaugliche Unterstützungen für die Zielgruppen zu organisieren. So bindet man die eigenen Leute bereichsübergreifend, etwa über Fachzirkel, in die Projektentwicklung ein und sucht zudem externe Expertise. Gleichzeitig wirkt das Management in politischen Institutionen mit und beteiligt sich an Fachdiskussionen. So können die Helfer frühzeitig veränderte Anforderungen und neue Problemfelder diagnostizieren und darauf – flankiert von einem engmaschigen Qualitätsmanagement – zielsicher mit neuartigen Angeboten reagieren.

Ein echtes Vorzeigeprojekt

Somit gelingt es diesen Bayern immer wieder, vielbeachtete Projekte auf die Beine zu stellen. Das jüngste Beispiel ist ein integratives Wohnmodell in München, es sorgte bundesweit für Aufsehen: Ein ehemaliges Bürogebäude hat der Verein zu einem gemeinsamen Zuhause für unbegleitete junge Geflüchtete und Studierende umgestaltet. „Durch das gemeinsame Wohnen lernen die jungen Geflüchteten schnell, wie das Leben in Deutschland funktioniert. Sie haben unmittelbaren Kontakt mit Gleichaltrigen und können ein soziales Netzwerk bilden“, erklärt Egartner. Kleiner werden die Probleme von Menschen auf der Schattenseite der Gesellschaft wohl nicht so schnell. Gut immerhin, dass es Einrichtungen wie Condrobs gibt, die mit Elan und Ideen helfen.

Bild von Eva Egartner
Eva Egartner
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