Infos zu
TOP 100
anfordern

ZSK Stickmaschinen GmbH

Icon für Mode/Textilien Mode/Textilien
Icon für Standort Adresse
Magdeburger Straße 38-40 47800 Krefeld
Icon für Anzahl der Mitarbeiter oder Beschäftigten Beschäftigte
100
Icon für Teilnahmehinweis
TOP 100-Teilnahmen
Icon für Zahl der Teilnahmen in den vergangenen 10 Jahren
Icon: nach links
Icon: nach rechts

Innovation wie am Schnürchen


Die Textilbranche ändert sich permanent: Produktionsländer boomen und kollabieren binnen weniger Jahre, Stückzahlen bei der Produktion sinken. Die ZSK Stickmaschinen GmbH steht vor großen Herausforderungen. Denen begegnet die Geschäftsleitung mit einem engen persönlichen Kontakt zu ihren internationalen Kunden und mit einem Perspektivwechsel: Das Unternehmen wandelt sich gerade vom klassischen Anlagenbauer zum Prozessanbieter und wächst dabei über sich hinaus.

Seit mehr als 60 Jahren fertigt ZSK industrielle Stickmaschinen, mit denen nicht nur Kleidung oder Gardinen bearbeitet werden: Die Anlagen „verlegen“ auch Carbon- oder Glasfasern in Windrädern und textile Leitungen in Sitzheizungen. Der automatische Drahtwechsel, angewandt unter anderem für die „Zweidrahtsitzheizung“, wurde jüngst sogar zum Patent angemeldet. Der Clou: Der Heizdraht und die Leitung für den Airbag werden in einem Arbeitsschritt vernäht.

Kommen, sehen, reagieren

Innovationen wie diese entstehen in engem Kontakt zum Kunden: Der Geschäftsführer Julius Sobizack trifft pro Jahr rund 70 Kunden in 50 Ländern, hört genau auf ihre Bedürfnisse und hinterfragt: Wie bewegen sich Fashiontrends, und wie entwickeln sich die Produktionsländer? Schwellenländer, in denen die Textilproduktion aus Kostengründen angesiedelt ist, verändern sich schnell. „In einem Land, das heute boomt, kann in fünf Jahren schon alles vorbei sein“, sagt Sobizack. „Darauf müssen wir schnell reagieren.“ Innerhalb einer Woche steht deshalb der Prototyp einer neuen Anlage und nach einem Monat die fertige Lösung zum Einsatz bereit. Danach geht ZSK in Serie. „Mit einem relativ kleinen Invest kann man schon sehr viel bewegen“, sagt Sobizack. Man brauche keine großen Hallen, und Aufträge können schnell abgewickelt werden.

Wettbewerbsfähig bleiben

Die aktuelle Herausforderung: Getrieben vom Onlinehandel, sinken die Stückzahlen pro Auftrag. Der Fokus musste sich also ändern. ZSK konzentriert sich fortan nicht mehr primär auf die Lieferung effizienter Stickmaschinen, sondern stellt seinen Kunden ganze digitale Prozesse zur Verfügung: selbst entwickelte Softwarelösungen, E-Commerce- und Workflow-Systeme für die Vertriebslogistik und die virtuelle Ablage von Produktionsdaten. „So bleiben unsere Kunden wettbewerbsfähig, und das wirkt sich positiv auf uns aus“, sagt Sobizack. Das spürt das Unternehmen: In den vergangenen Jahren ist ZSK zwischen 15 % und 20 % gewachsen. „Wir stellen viel Personal ein, doch langsam sind wir am Limit. Mehr wachsen geht bald nicht mehr“, sagt Sobizack nicht ohne Stolz. Bei ZSK läuft der Betrieb eben wie am Schnürchen.

Bild von Julius Sobizack
Julius Sobizack
Icon für GeschäftsführerGeschäftsführer

„Wenn eine Entwicklung gut ist, rechnet sie sich auch.“