WIKUTEC GmbH
Infos zu
TOP 100
anfordern

WIKUTEC GmbH

Autozulieferer/Fahrzeugbau
Weitere Branchen: Chemie/Kunststoff
Adresse
Neuhauser Straße 8 95152 Selbitz
Beschäftigte
48
TOP 100-Teilnahmen

Ein vielseitiger Werkstoff


Als Ein-Mann-Betrieb fing Klaus Wirth 2001 an, Kunststoff-Formteile zu fertigen. Heute beschäftigt seine WIKUTEC GmbH 48 Mitarbeiter. Die Kunststoffteile werden in den unterschiedlichsten Industriebereichen eingesetzt: in der Automobilzulieferbranche, der Medizintechnik, im Apparatebau und auch in der Spielwarenindustrie. Vor Kurzem hat der Mittelständler aus Oberfranken gar ein Patent für ein eigenes Spielzeugprodukt angemeldet.

Statt immer nur nach Kundenwünschen zu produzieren, träumte Klaus Wirth schon lange von einem eigenen Produkt. Mit den „Happy Cards“ machte er seinen Traum wahr: Diese Kunststoffkarten eignen sich viel besser zum Bau von Kartenhäuschen als herkömmliche Spielkarten oder Bierdeckel, bei denen der Frust vorherzusehen ist. Mithilfe einer patentierten Gummierung und kleinen Rillen am oberen und unteren Rand bleiben die Kunststoffkarten aneinander haften.

Mitarbeiter begeistern

Die „Happy Cards“ sind nur ein Beispiel für die Innovationsfreude des Geschäftsführers. So kommen die meisten Neuerungsideen aus der Geschäftsleitung, bevor sie durch den Input der Mitarbeiter noch verbessert werden. „Denn Ideen sind nur dann erfolgreich, wenn die Mitarbeiter im Boot und genauso begeistert sind“, betont Klaus Wirth. Einmal im Monat hält er ein abteilungsübergreifendes Meeting ab, das offen ist für alle Beschäftigten, die ihre Ideen einbringen wollen. In Teamarbeit entwickelte sich auch die Idee für die automatisierte Fertigung von Fangbändern: Gurte, die verhindern, dass Airbags bei einem Aufprall aus ihrer Halterung gerissen werden. Die besondere Herausforderung bei der Herstellung dieser Bänder ist es, Textil und Kunststoff miteinander zu verbinden.

Ideen aus dem Alltag

Anregungen erhält dieser Mittelständler unter anderem aus dem Alltag: „In einer vierköpfigen Familie sind häufig Lösungen für alltägliche Probleme gefragt, die man auch ins Arbeitsleben übertragen kann“, sagt Christine Wirth, die ebenfalls in der Geschäftsleitung tätig ist. Ihr ist es zudem wichtig, sich in regionalen Netzwerken mit anderen Firmen der Branche zu engagieren. Impulse holen sich die Wirths außerdem durch die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Materialtechnik sowie mit der Hochschule Hof. Von hier kommt auch so manche akademische Nachwuchskraft, die – wie jeder Mitarbeiter – erst mal eine Weile im Werk arbeitet. Denn nur wer die Basis versteht, kann Ideen dazu entwickeln, wie er die Produktion noch weiter verbessern kann.

Klaus Wirth
Geschäftsführer

„Innovation heißt für uns, das Unmögliche möglich zu machen.“