TOMTEC IMAGING SYSTEMS GMBH

Medizintechnik
Adresse
Edisonstraße 6 85716 Unterschleißheim
Beschäftigte
91
TOP 100-Teilnahmen

Hightech im Dienste des Menschen


Die moderne Hightechmedizin rettet Leben – doch droht sie zuweilen, die Mediziner zu überfordern. Denn so mancher Patient fühlt sich vom Arzt nicht ausreichend wahrgenommen, weil der ihm nicht ins Gesicht, sondern nur auf seinen Bildschirm schaut. Die TOMTEC IMAGING SYSTEMS GMBH will Abhilfe schaffen: Sie arbeitet intensiv an softwarebasierten Diagnoselösungen, die den Medizinern mehr Zeit geben, auf ihre Patienten einzugehen.

Dieses Unternehmen aus dem Großraum München ist ein weltweit führender Anbieter von Systemen und Softwarelösungen für die medizinische Bildgebung und -analyse. Bislang lag der Schwerpunkt auf hochmodernen Ultraschallanwendungen für die Kardiologie. Doch die Geschäftsleitung der Firma, die mit zahlreichen Top-Kliniken und Forschungseinrichtungen in aller Welt kooperiert, denkt längst über das traditionelle Kerngeschäft hinaus: Mittlerweile konzentriert man sich auf Workflow-Improvement, Machine-Learning, Cognitive-Computing und Big-Data-Analytics.

Vom Bild zur Diagnose

Die Idee dahinter: Bei der Ultraschalluntersuchung des Herzens werden rund 100 verschiedene Messwerte generiert, die der Arzt begutachten, in Beziehung setzen und interpretieren muss – um daraus schließlich seine Diagnose abzuleiten. Intelligente Software soll nun dank ausgefeilter Algorithmen die Bildinformationen erkennen, auswerten und auf dieser Basis einen Diagnosevorschlag erstellen. „Einige dieser Messungen können wir heute schon vollautomatisch machen“, erläutert Bernhard Mumm, Präsident und Mitglied der Geschäftsleitung. Das Ziel ist es, diese Tools weiterzuentwickeln und gemeinsam mit Partnerfirmen auf den Weltmarkt zu bringen.

Haptische Modelle

Rund 70 Mitarbeiter sind bei TOMTEC in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung tätig; das jährliche Innovationsbudget liegt bei circa 5 Mio. €. Eine ganze Reihe spannender Projekte wartet auf die Forscher: So arbeiten sie gemeinsam mit Universitäten an der Frage, wie Herzchirurgen sich mit haptischen Modellen auf Herzoperationen besser vorbereiten können. Sie untersuchen neue Möglichkeiten zur Früherkennung diabetischer Herzmuskelschwäche und arbeiten an neuartigen Diagnosesystemen auf dem Gebiet der Kardioonkologie. Die Leitidee dabei: Je besser der Arzt bei seiner Diagnose technologisch unterstützt wird, desto mehr Zeit hat er für den Patienten.

Die Geschäftsleitung

„Wir sehen uns als Innovationstreiber in unserer Branche – und werden auch von außen so wahrgenommen.“