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Kreative Geister


Wer Kunststoffkleinteile an die Automobilindustrie liefert, gilt nicht unbedingt als potenzieller Top-Innovator. Doch die SLM Kunststofftechnik GmbH überrascht ihre Kunden mit Kreativität und Geschwindigkeit. Zu ihrem Kerngeschäft gehören Wasserfangleisten, die Regenwasser von den Autoscheiben über das Dach abfließen lassen und die „Windschlüpfrigkeit“ der Fahrzeuge verbessern. Die Autohersteller wünschten sich über die Funktionalität hinaus eine Hochglanzoptik – und das Team von SLM klügelte eine ungewöhnliche Idee aus.

Wer in weniger als 20 Jahren von 3 Mitarbeitern und 7 Maschinen auf 224 Mitarbeiter und 60 Maschinen anwächst, dürfte als Unternehmen alles richtig gemacht haben. „Als sich unsere Kunden für die Wasserfangleisten allerdings eine Hochglanzoptik wünschten, waren wir zunächst ratlos“, sagt der Geschäftsführer Thomas Brüsch. Viel zu teuer schienen die infrage kommenden Materialien. Doch die kreativen Köpfe seiner Firma landeten den Coup: Sie entwickelten die gewünschte Hochglanzoptik nicht mithilfe eines neuen Materials, sondern eines neuen Verfahrens. Das Patent ließ nicht lange auf sich warten.

Idealismus unter Kostendruck

Ähnlich kreativ zeigte sich das Team im zweiten wichtigen Produktsegment von SLM, den sogenannten Stoßfängeranbauteilen. Diese Kunststoffkleinteile sind oft mit Chrom überzogen, einem Stoff, der als sehr gesundheitsschädlich gilt. Dass Umwelt- und Gesundheitsthemen auch für Automobilproduzenten immer wichtiger werden, erkannte der Zulieferer schon früh. Seit drei Jahren entwickelt er deswegen zusammen mit einem japanischen Unternehmen eine Folie, die den Chromüberzug vollständig ersetzen soll. Dabei denken die Entwickler über den Gesundheitsaspekt hinaus: Bauteile ohne Chrom sparen Spritzgusswerkzeuge ein und senken damit die Herstellkosten. „Da die Automobilbranche unter immer stärkerem Preisdruck steht, setzt das Monetäre am Ende den Maßstab“, sagt der Geschäftsführer.

Diskrete Kommunikation

Geschickt meistert SLM bei seinen stetigen Innovationsoffensiven die Balance zwischen engem Kundenkontakt und Diskretion. „Wir informieren schon lange vor der Markteinführung unsere Kunden über neue Produkte“, erklärt Thomas Brüsch. Wichtig sei aber auch, nicht zu viel am Markt zu offenbaren, um nicht zu schnell kopiert zu werden. „Im Moment haben wir einen Entwicklungsvorsprung von eineinhalb bis zwei Jahren vor unseren Konkurrenten “, sagt Brüsch. Den wolle er weiter ausbauen.

Bild von Thomas Brüsch
Thomas Brüsch
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„Bei uns ist Geschwindigkeit Trumpf.“