Schoeller Allibert International GmbH

Schoeller Allibert International GmbH

Nahrungsmittelindustrie/-handel
Adresse
Zugspitzstraße 15 82049 Pullach
Beschäftigte
29
TOP 100-Teilnahmen

Mehr als nur eine Kiste


Wer einen Getränkemarkt betritt, sieht sich einer Vielfalt bunter Kästen und Kisten gegenüber. Die Schoeller Allibert International GmbH aus Pullach bei München entwirft und produziert seit 50 Jahren die Kunststoffträger für Mineralwasser, Bier und Softdrinks. Was ein Laie für einen banalen Kunststoffkasten halten mag, ist tatsächlich ein ausgeklügeltes und je nach dem Trend der Zeit stetig neu konzipiertes Designobjekt. Logistik und Vermarktung sind hierbei die Treiber für Innovation.

Aus logistischer Sicht müssen die Kunststoffbehälter für automatisierte Abfüllanlagen optimiert und stapelbar sein, sie müssen UV-Strahlung ebenso vertragen wie Kälte, Feuchtigkeit und aggressive Reinigungsmittel. Schließlich erreichen sie ein Lebensalter von über 10 Jahren und sind 100-mal im Umlauf. Auch die Wünsche der Endkunden fließen in die Gestaltung ein, seien es tragefreundliche Lamellengriffe oder teilbare Kästen. Aus Marketingsicht sind Farb- und Formgebung entscheidend für den Verkaufserfolg. So ist jede Mehrwegkiste ein aufwendig konzipiertes, elegantes kleines Kunstwerk. Weil Effizienz auch beim Transport ein Thema ist, entwickelte man für eine Brauereikette in Afrika Paletten aus Kunststoff: Auf deren Oberfläche wurden an verschiedenen Stellen Gummipfropfen eingebracht. Dank dieser Idee eines Mitarbeiters wird nun auf der Oberseite der Paletten ein Rutschen der Kisten verhindert, während der Gabelstapler die Paletten an der Unterseite zusammenhält.

Immer neu und trotzdem nachhaltig

Kunststoff und Nachhaltigkeit – das geht doch nicht zusammen. Bei diesem Mittelständler schon, denn seine Kästen sind wiederverwertbar: Ein Bierhersteller aus Kolumbien beauftragte die Pullacher, seinem Bier ein moderneres Image zu verpassen. Während die Designer Kiste, Flasche und Etikett neu entwarfen, sammelte die Produktionsstätte vor Ort 18 Millionen alter Bierträger ein. Die wurden vermahlen und zu 18 Millionen neuer Kisten im modernen Look-and-Feel verarbeitet. Für die Umwelt ein Gewinn – und auch für den Auftraggeber: Der neue Marketingauftritt verschaffte ihm ein Umsatzplus von 20 %.

Neue Wege im Vertrieb

Seit 2013 hat dieses Unternehmen seinen internationalen Vertrieb um einen Bereich erweitert: Über das klassische Lizenzgeschäft hinaus gründet man jetzt mit einem bereits am Markt etablierten Partner ein Joint Venture. Der Partner wird durch die zusätzlichen Aufträge seine Produktionsstätte besser auslasten können; und Schoeller Allibert benötigt zunächst vor Ort keine eigene Produktion. Zudem können die Marktkenntnisse des Partners mit den eigenen Produktideen kombiniert werden. Eine Win-win-Situation also!

Michael Rinderle
Geschäftsführer

„Wir verbessern unsere Effizienz und Attraktivität stetig – dadurch erzielen wir Wachstumspotenziale auf der ganzen Welt.“