Helmut Diebold GmbH & Co. Goldring-Werkzeugfabrik

Maschinenbau
Adresse
An der Sägmühle 4 72417 Jungingen
Beschäftigte
120
TOP 100-Teilnahmen

Filigrane Feiler


Wer sich die Helmut Diebold GmbH & Co. Goldring-Werkzeugfabrik nur flüchtig anschaut, könnte sie für einen durchschnittlichen Mittelständler halten: familiengeführt, 120 Beschäftigte, ansässig in der baden-württembergischen Provinz. Doch wer genauer hinguckt, staunt: Fünf nationale und internationale Patente und etliche Marktneuheiten schaffte dieser Maschinenbauer in den vergangenen drei Jahren. Damit gehört er international zur Spitzengruppe der Branche. In puncto Filigranität läuft diese Firma ihrer Konkurrenz davon.

Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen: ein sperriges Wort für hochfiligrane Maschinen, wie sie beispielsweise die Medizintechnik benötigt. Maschinen, die sogar den Bruchteil eines Millimeters abtragen können und bei deren Genauigkeit Diebold die Konkurrenz längst hinter sich gelassen hat. Um die Präzision dieser und anderer Produktgruppen, etwa Werkzeugaufnahmen und Messtechnik, zu erreichen, richtete man bereits 2006, und damit lange vor Mitbewerbern, eine klimatisierte Fertigung ein. Zuletzt kam noch ein Messraum dazu, in dem die Temperatur bis auf kleinste Veränderungen absolut konstant bleibt. Denn nur ohne Temperaturschwankungen ist die unvergleichliche Qualität dieser Produkte garantiert.

Einmalige Produkte statt Preiskampf

Intelligente Innovationen zu schaffen, die es am Markt noch gar nicht gibt – das ist das Markenzeichen dieser Firma. Und hier liegt auch die Leidenschaft des Geschäftsführers: „Wir wollen nicht mit 100 anderen Anbietern um Preise kämpfen, sondern lieber geschützte und einzigartige Produkte erschaffen“, erklärt Hermann Diebold. Mit stolzen fünf nationalen und internationalen Patenten in den vergangenen drei Jahren kann dieser Maschinenbauer glänzen. „Dazu gehört ein Produkt, das weltweit nur noch eine einzige andere Firma überhaupt herstellen kann“, erzählt Diebold.

Innovatives Geschäftsmodell

Produkte können noch so überlegen sein, stimmt die Vermarktung nicht, bleibt der erhoffte Erfolg aus. Deswegen stellte dieser Mittelständler sein Geschäftsmodell zuletzt auf eine ganz neue Grundlage und liefert seinen Kunden heute ein Gesamtpaket aus Beratung, Wartung und Fehleranalyse. Auch intern hat man neue Wege eingeschlagen: „Wir haben lange nach einer passenden Produktionssteuerung gesucht, aber einfach keine geeignete Software für unsere Kleinserienfertigung gefunden“, erklärt Diebold. Er ist seinem Innovationsprinzip treu geblieben und entwickelte mit einem Partner kurzerhand ein eigenes Programm. „Heute bieten wir diese Software sogar unseren Kunden an.“

Hermann Diebold
Geschäftsführer

„Wir wollen Produkte nicht nur so gut wie nötig, sondern so gut wie möglich machen.“