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GWG - Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel mbH

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GWG - Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel mbH

Leben statt wohnen


Wohnkonzepte, die Einsamkeit bekämpfen oder den sozialen Frieden wahren: Die GWG Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel mbH schafft nicht nur Wohnraum, sondern verfolgt auch echte Zukunftsvisionen. So soll ein Projekt alten oder kranken Menschen ermöglichen, ihr Leben bis zuletzt in den vertrauten vier Wänden zu verbringen und, statt zu vereinsamen, im Quartier aktiv zu bleiben. Ein anderes baut Flüchtlingen stabile Brücken in die Gesellschaft.

Ein steigendes Durchschnittsalter, immer mehr Single-Haushalte, ein hoher Anteil an Migranten: Wer im Wohnungsbau tätig ist, braucht ein gutes Auge für gesellschaftliche Trends. Der Geschäftsführer Peter Ley sieht das vor allem als Chance: „Die permanente Veränderung der Rahmenbedingungen ist für uns eine stete Herausforderung zur Weiterentwicklung.“ Diese zukunftsorientierte Einstellung spiegelt sich auch direkt im Budget wider: Ein Drittel investiert die GWG in die Bestandserhaltung, zwei Drittel in die Bestandsentwicklung.

Immer mehr alte Menschen

Dafür muss das Team aber genau wissen, wo es brennt: „Wir schauen immer wieder in unsere Quartiere und haben dabei beobachtet, dass viele ältere, aber auch jüngere Menschen zunehmend vereinsamen“, sagt Ley. Statt mit den Achseln zu zucken, schuf man Stadtteilzentren mit preiswerten Angeboten an Essen, Fußreflexzonenmassagen oder Qigong. „Das Wichtigste ist, dass die Menschen wieder mehr zusammen unternehmen“, erklärt Ley. Viele Wohnungen wurden auch pflegegerecht umgebaut: „So kann ein altersschwacher oder kranker Mensch etwa nach einem Unfall oder nach Krankheit wieder zurück in seine vertrauten vier Wände ziehen.“

Das Kasseler Modell

Ähnlich innovativ reagierte die GWG auf die Ankunft neuer Flüchtlinge: Zusammen mit sechs Kasseler Architekturbüros entwarf man Unterkünfte für Asylsuchende, die nach einem 26-Quadratmeter-Raster funktionieren und somit beliebig vergrößert und verkleinert werden können. Werden die Gemeinschaftsunterkünfte nicht mehr benötigt, können sie kostengünstig zu Mietwohnungen umgebaut werden. „Dieses ‚Kasseler Modell‘ brachte uns die Aufmerksamkeit des Bundesbauministeriums und einen Besuch auf der ‚Biennale‘ in Venedig ein“, erläutert Ley. Da Flüchtlinge auch Brücken in die Gesellschaft brauchen, holte die GWG einen Nachbarschafts- verein und die Wirtschaftsförderung mit ins Boot. Die unterstützen Asylberechtigte bei der Wohnungs- und Arbeitssuche und in Alltagsfragen. „Mit unserer konzertierten Hilfe haben mehr als 90 % der Geflüchteten eine reale Chance, in Arbeitsverhältnisse vermittelt zu werden“, sagt Ley. „Für uns ist das ein Beitrag zur Wahrung des sozialen Friedens in unserem Land.“

Bild von Peter Ley
Peter Ley
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„Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst – und wir handeln auch so.“