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Nicht abwarten, handeln!


Es gibt Unternehmer, die beobachten den Markt und die Gesetzeslage, handeln aber erst, wenn es unvermeidbar wird. Und es gibt andere, die gehen in Vorleistung und nehmen Risiken auf sich. So wie Johann Emter: Er hat 20 Mio. € investiert, um ein neuartiges Verfahren zur thermischen Klärschlammentsorgung zu entwickeln. Das brachte der Emter GmbH aus dem oberbayerischen Altenstadt einen mehrjährigen Technologievorsprung ein.

Johann Emter ist gelernter Betriebswirt, stammt aber eigentlich aus der Landwirtschaft. Das Thema „Effektive Düngung“ hat ihn schon beschäftigt, bevor er die Emter GmbH 1988 gründete. Die vermittelte anfangs Klärschlämme an die Landwirtschaft. Doch im Laufe der Zeit waren neue Methoden gefragt, damit weniger Klärschlamm auf Äcker und Wiesen verbracht werden muss. Emter hatte mehr als 200 Kommunen als Kunden – und eine Vision: Eine thermische Verwertungsanlage, die bezahlbar ist und es ermöglicht, das Phosphat aus dem Klärschlamm als Dünger zurückzugewinnen.

Eigenes Kompetenzteam

Der tatkräftige Unternehmer entschloss sich, eine solche Anlage zu entwickeln und zu bauen. Mehr als zwei Jahre arbeiteten er und seine Mitarbeiter unermüdlich daran, die damit verbundenen technischen Probleme zu lösen. „Wir haben ein Kompetenzteam bei uns im Haus, darunter viele Meister aus verschiedenen Berufen und einen Elektroingenieur. Auch unsere Software schreiben wir selbst“, sagt Johann Emter. Nach 8.000 Betriebsstunden steht fest: Die Anlage ist ein Erfolgsmodell. Durch die Investition entwickelte sich die Emter GmbH vom Klärschlammentsorger zum Technologiedienstleister weiter: Mittlerweile vertreibt sie das Know-how aus der Klärschlammentsorgung auch an andere Betreiber, die ähnliche Verbrennungsanlagen bauen wollen.

Eine endliche Ressource

Seine Wurzeln aus der Landwirtschaft prägen diesen Unternehmer, der auch eine Biogasanlage betreibt und Bioerdgas herstellt, noch immer. So befasst er sich derzeit intensiv mit der Frage, wie Phosphat noch effektiver als bisher zurückgewonnen und auch in wasserlöslicher Form als Dünger eingesetzt werden kann. Denn Phosphat ist ein endlicher Rohstoff, und Deutschland ist derzeit auf Importe aus instabilen Ländern angewiesen. Johann Emter ist davon überzeugt, dass sich auch dieses Problem lösen lässt. Deshalb folgt er auch hier seinem Grundsatz: „Nicht abwarten – handeln!“

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Johann Emter
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„Wir haben einfach gesagt: ‚Das machen wir!‘“