Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung gGmbH
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Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung gGmbH

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Kalkweg 10 e 47055 Duisburg
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1303
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Von Staub keine Spur


Vier Werkstätten, zwei Restaurants, eine Ladengalerie: Die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung gGmbH zeigt Präsenz in ihrer Stadt und geht dafür ungewöhnliche Wege. Die Leistungen der 1.303 Beschäftigten, davon 1.100 mit Behinderung, reichen von Verpackungsund Montagearbeiten bis zu aufwendigen Produktionen in der Schreinerei und Schlosserei. Die Einführung eines eigenen Modelabels erzielte bundesweit besonders viel Aufmerksamkeit.

300 Gäste kamen zur Modenschau, auf der Menschen mit und ohne Behinderung die eigene Kollektion vorstellten. „Bei dieser Veranstaltung stand nicht die Behinderung der Menschen im Vordergrund, sondern ihre Stärken und ihre Schönheit“, betont die Geschäftsführerin Roselyne Rogg, die als ehemalige Steuerberaterin vor gut sieben Jahren damit begann, das angestaubte Sozialimage von Behindertenwerkstätten mit frischen Ideen zu verändern. Damals gab es nicht einmal ein Logo oder ein Firmenschild, und keiner in Duisburg kannte die Werkstätten. Das hat sich mittlerweile grundlegend geändert.

Koch aus der Sterneküche

Auch über die Modenschau hinaus zeigt sich das Unternehmen, denn es gibt viele weitere Kontaktpunkte mit der Bevölkerung: In einer eigenen Galerie verkaufen die Mitarbeiter kreative und designte Produkte aus den Werkstätten, in zwei Gastronomiebetriebe kommen täglich viele Menschen zum Essen. Bei der Kantine ist Roselyne Rogg ein ganz besonderer Coup gelungen: Für die Großküche, die täglich mit mindestens 30 % frischen und regionalen Lebensmitteln rund 1.500 Mahlzeiten am Tag ausgibt, hat sie einen Küchenchef gewonnen, der zuvor in einem Sternerestaurant gearbeitet hat. Das lockt auch viele externe Gäste in die Kantine, die eher wie ein Restaurant aussieht.

Ladengeschäft ausweiten

All diese kreativen Ideen machen auch andere auf die Werkstatt aufmerksam: Seit Menschen mit Behinderungen das Recht haben, die Werkstatt, in der sie arbeiten wollen, frei zu wählen, kommen immer mehr nach Duisburg. Denn sie wissen, dass hier die Chancen, auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet zu werden, besonders hoch sind. „Uns ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter nicht nur beschäftigt sind, sondern auf ganz unterschiedlichen Gebieten verschiedene Herausforderungen und Lernfelder finden“, betont Rogg. Ihre neueste Idee: mit dem Konzept der Ladengalerie auch in andere Städte oder benachbarte Länder zu gehen. Denn auch dort sieht sie einen großen Bedarf, Menschen mit Behinderungen in Arbeit zu bringen.

Bild von Roselyne Rogg
Roselyne Rogg
Icon für GeschäftsführerinGeschäftsführerin

„Unsere Geschäftsmodelle erhalten nicht aus Mitleid viel Aufmerksamkeit, sondern aus Überzeugung und Begeisterung.“


Interview Interview

Die Duisburger Werkstatt ist auch deshalb so innovativ, weil es Roselyne Rogg gelingt, die Mitarbeiter zu begeistern.
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