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Weiterbildung
Adresse
Kaiserin-Augusta-Allee 14 10553 Berlin
Beschäftigte
16
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Bildung tut not


Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf bietet die Berliner ASIG seit Jahren neue Ausbildungschancen beim Übergang von Schule zu Beruf, die auf deren individuelle Voraussetzungen zugeschnitten sind. Diese Stiftung sieht sich als Wegbereiterin für Bildungsinnovationen und engagiert sich auf dem strikt reglementierten Bildungssektor. Über die berufliche Ausbildung hinaus geht es ihr um die Vermittlung lebenspraktischer und persönlichkeitsbildender Kompetenzen.

Ein Ziel der nicht profitorientierten ASIG ist es, Jugendlichen mit Förderbedarf, die mit dem herkömmlichen dualen System oftmals nicht zurechtkommen, in enger Zusammenarbeit mit Betrieben einen Berufsabschluss als Fachkraft im Hotel- und Gastgewerbe oder Sozialwesen zu ermöglichen. Etwa 115 Jugendliche pro Jahr führt man erfolgreich zu einem Abschluss. Die Besonderheit: Das pädagogische Konzept basiert auf eigens entwickelten, messbaren Indikatoren, die den Lernerfolg transparent dokumentieren und so einen Abschluss garantieren. Falls nötig, lässt sich die Ausbildung um ein weiteres Jahr verlängern.

Bildung funktioniert anders

Wer mit dem Vorstand Arno Schelzke spricht, merkt sehr schnell, dass Bildungsarbeit ein nervenzehrendes Geschäft ist: In der Bildungspolitik ist nicht unbedingt das möglich, was Erfolg verspricht. Denn nur diejenigen Einrichtungen erhalten eine Förderung, die die staatlichen Ausbildungsprogramme übernehmen, auch wenn die bei Jugendlichen aus einem problembehafteten Umfeld nicht greifen. Daher ist es selbst nach 15 Jahren erfolgreicher Arbeit noch immer schwer, in einer Bürokratie zu bestehen, die Innovationen eher skeptisch betrachtet. Arno Schelzke lächelt auf die Frage, wo seine ASIG denn in 10 Jahren stehen solle. „Eine Perspektive gibt es immer. Wenn sich morgen die Regeln ändern, stellen wir uns wiedermal komplett neu auf. Aus der Veränderung erwächst stets auch Innovation. Wir werden überschaubar bleiben und sehr qualitätsorientiert weiterarbeiten.“

Fürs Leben lernen

ASIG führt die Jugendlichen vor allem zu einer selbstbestimmten Lebensweise ohne staatliche Transferleistungen. Deshalb hat man sich Gedanken darüber gemacht, wie man Lebensstile positiv beeinflussen kann. In der Folge werden nun in fünftägigen Seminaren „Nachhaltigkeitslotsen“ ausgebildet, die auch auf die Freunde und die Familien der Jugendlichen einwirken. Schwerpunktthemen sind Ernährung, Gesundheit und Umwelt sowie die Erfahrung aktiver Teilhabe. So manche großstädtisch sozialisierten Jugendlichen kommen dabei erstmals aus Berlin heraus – und erleben eine verblüffend andere Welt jenseits des Smartphones.

Arno Schelzke
Vorstand

„Erfolgreiche, zukunftsorientierte Bildung bedeutet für uns, mit Innovationsfreude und Mut neue Wege zu beschreiten.“