Ackermann Saatzucht GmbH & Co. KG
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Ackermann Saatzucht GmbH & Co. KG

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Ackermann Saatzucht GmbH & Co. KG

Eines der ältesten Gewerbe der Welt


Die Pflanzenzucht ist eine uralte Überlebenstechnik der Menschheit mit eigenen Gepflogenheiten. Die Ackermann Saatzucht GmbH & Co. KG schafft es bereits seit 1903, sich den komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen und mit raffinierten Zuchttechniken die Erträge ihrer Kunden zu steigern. Aber auch in dieser Traditionsbranche mit ihren langen Entwicklungszyklen ist Erfolg ohne Big Data, Hightechforschungsmethoden und eine enge Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden undenkbar.

Wer an Pflanzenzucht denkt, denkt unwillkürlich an internationale Großkonzerne, deren Patentpraktiken von NGO weltweit kritisiert werden. Neben diesen Goliaths gibt es aber auch Traditionsbetriebe wie die bayerische Ackermann Saatzucht, ein in vierter Generation familiengeführtes Unternehmen, das vieles besser macht und so dem Konsolidierungsdruck in der Branche standhält. Ackermann hat sich auf die Züchtung von Brau-, Craft-, Whiskey und Futtergerste spezialisiert.

Open Innovation

Im Gespräch mit dem Geschäftsführer Alexander Strube wird klar, dass er ein ganz anderes Geschäftsmodell als die Multis verfolgt. „Wir arbeiten nicht mit Gentechnik, sondern nur mit klassischen Züchtungsmethoden. Außerdem dürfen bei uns alle Wettbewerber jede neue Sorte sofort ganz legal und lizenzfrei für eigene Züchtungen nutzen. Damit kommen wir der Open Innovation sehr nahe, das setzt uns aber auch unter Zugzwang.“ Das Überleben des Traditionsbetriebs mit seinen 17 Mitarbeitern hängt von der Entwicklung ständig neuer Sorten ab.

Langfristige Entwicklungen

Da Forschungs- und Zuchtprozesse naturgemäß 5 bis 10 Jahre dauern und aus 50.000 genetisch einmaligen Setzlingen schließlich nur 10 marktreife Sorten entstehen, sind die Investitionen in Forschung und Entwicklung sehr hoch. Ackermann arbeitet dabei eng mit Kunden wie Mälzereien und Brauereien zusammen. Weil Pflanzengene komplizierter als die von Mensch und Tier sind, setzt man Big Data ein, um Sorten zu vergleichen und die Zuchtaussichten zu optimieren. Eine Software hilft bei der Prognose, wie „hübsch“ wessen Nachkommen in einigen Jahren sein werden. Auch die Anbaumethoden werden immer wieder revolutioniert, und da die Versuche GPS basiert sind, erfolgt die Aussaat vollautomatisch. „Unsere Stärke ist neben der Zusammenarbeit mit anderen Mittelständlern die richtige Kombination aus Wissenschaft und Abenteuerlust,“ berichtet Alexander Strube. „Bei uns arbeiten viele promovierte Saatzuchtspezialisten – echte Typen, die die Hälfte ihrer Zeit draußen verbringen.“ Letztlich liegt die Wahrheit also auch hier auf dem Feld.

Bild von Alexander Strube
Alexander Strube
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„Wir sind eine der ältesten innovativen Branchen der Welt.“