Unternehmens­portrait
Interview Magdalena Daxenberger

DH electronics GmbH

Elektronik/Elektrotechnik

Größenklasse A

2 Teilnahmen

Innovation entsteht nicht von heute auf morgen. Man braucht eine Strategie.“

Magdalena Daxenberger, Marketing- und Innovationsmanagerin

Vom Raumschiff in die Waschstraße

Zuerst wurden sie in Raumschiffen eingesetzt, heute begegnet man ihnen in smarten Gebäuden oder in Waschanlagen: Sogenannte Embedded Systems sind Minicomputer, die eine Vielzahl von Aufgaben übernehmen können, etwa beim Messen, Steuern und Regeln. Die DH electronics GmbH bietet solche Systeme als Standardprodukt und entwickelt auch individuelle Lösungen gemeinsam mit ihren Kunden. Dabei stellt das Top-Management wichtige Zukunftstechnologien konsequent in den Mittelpunkt.

Als Full-Service-Anbieter entwickelt DH electronics Embedded-Systeme für die Gebäude- und Industrieautomation. Die „System-on-Modules“ werden zum Messen, Steuern und Regeln eingesetzt. Touchpanel-Computer ermöglichen eine Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Mit IoT-Gateways als dritter Produktfamilie lässt sich die Vernetzung von Anlagen und Geräten realisieren. Dank eines modularen Baukastensystems kann das Unternehmen seinen Kunden schnell und einfach individuelle Lösungen anbieten, die auf Standardprodukten basieren.

Technologische Zukunftsvisionen

Ein wichtiger Faktor sind zukunftsweisende Technologien wie künstliche Intelligenz, Robotik und autonome Systeme. Deswegen beschäftigt sich nicht nur ein großes Team von Softwareentwicklern im eigenen Haus mit den großen digitalen Schlüsseltechnologien unserer Zeit, auch die Geschäftsführung stellt neue Technologien klar in den Mittelpunkt: „Wir forschen schon seit fünf Jahren zum Thema ‚künstliche Intelligenz‘, um Know-how in dieser Technologie aufzubauen. Jetzt sind wir so weit, gemeinsam mit ausgewählten Lead-Kunden die ersten Praxisanwendungen zu realisieren“, erzählt der Geschäftsführer Stefan Daxenberger.

Glänzend vernetzt

Für eine solche Pionierarbeit gemeinsam mit Kunden ist eine starke Partnerschaft notwendig: „Wir müssen uns gegenseitig vertrauen, um Neues auszuprobieren und den nächsten Schritt zu gehen“, sagt der Geschäftsführer Helmut Henschke. Gerade bei der Anwendung neuer Technologien will sein Team Kunden deshalb gezielt mitnehmen, um über aktuelle Produkte hinaus zu denken. So wurde beispielsweise aus der Idee eines Kunden zu einem elektrischen Reinigungswagen die Vision, gemeinsam die Möglichkeiten autonomer Systeme und Roboter für die Reinigungsbranche zu erforschen. Auch mit Hochschulen und Partnerunternehmen, in vielen Forschungsprojekten und bei Branchentreffen ist DH electronics bestens vernetzt. Diese guten Beziehungen, gepaart mit dem Mut zu neuen Technologien, sind ganz klare Erfolgsfaktoren für Innovationen.

DH electronics GmbH

Wie sie das Thema Innovation bei DH electronics im Alltag und in den Prozessen verankert, erklärt die Innovationsmanagerin Magdalena Daxenberger.

Frau Daxenberger, Sie sind seit 2019 Innovationsmanagerin. Warum braucht das Unternehmen Sie?

Ich zitiere immer gern den Satz: „An idea without action is only a dream.“ Ich bin überzeugt davon, dass Ideen allein nicht ausreichen. Das Thema Innovation muss in einem Unternehmen systematisch angepackt werden. Dafür braucht man die richtigen Rahmenbedingungen. Und die schaffe ich. Innovation ist jetzt zentral und systematisch bei uns verankert – in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung. Am Ende gelingen uns Innovationen aber natürlich nur im Team.

Wie genau bringen Sie sich ein?

Schon in meiner Abschlussarbeit habe ich den Fokus auf Innovationsmanagement gelegt. Das Thema war die Produktplanung als Bestandteil des  Innovationsmanagements, und auf diesem Gebiet bringe ich mich natürlich jetzt auch ein. Ich vermittle außerdem in internen Vorträgen und Workshops  reativitätstechniken
und kümmere mich um Netzwerkarbeit sowie die Pflege von Partnerschaften. Denn bei Innovationen geht es meiner Meinung nach auch immer darum, die richtigen Menschen zusammenzubringen.

Wodurch sind die Prozesse bei DH electronics 2019 innovativer geworden?

Wir haben vor allem den Produktplanungsprozess systematisiert: Wir versuchen jetzt frühzeitig, die Kunden einzubeziehen. Zu Beginn eines Projekts führen wir ab und zu einen Innovationsworkshop durch und schaffen damit einen festgelegten Rahmen, um gemeinsam Ideen, Wünsche und Zukunftsvisionen zu entwickeln, die über die aktuellen Projekte hinausgehen. Als Erfolg sehe ich auch, dass wir uns regelmäßig in verschiedenen Bereichen des Unternehmens den Status quo ansehen und bewerten, ob er Innovation fördert oder eher hemmt. Falls wir Optimierungsbedarf feststellen, gehen wir dann auch sehr schnell in die Realisierung und passen die internen Prozesse gezielt an. Deshalb beschäftigen wir uns derzeit auch intensiv mit agilen Arbeitsmethoden wie Scrum und Kanban – mit dem Ziel, sie mittelfristig bei uns einzuführen. Strategische Ziele haben wir in einen kleinteiligen Prozess übersetzt, der die Planung, die Zielverfolgung und die Dokumentation enorm erleichtert. Ich denke, dass diese Flexibilität ein ganz wichtiger Schlüssel zu unserem Innovationserfolg ist.

Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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