Unternehmensporträt
Cofinity-X GmbH
Unternehmensporträt
Mit einem gemeinsamen Datenökosystem zu mehr Kooperation
Ein IT-Netzwerk für die Autoindustrie zu schaffen, in dem sicher und standardisiert Daten ausgetauscht werden können: Das ist die Idee hinter der Gründung der Cofinity-X GmbH. Der Mittelständler ist ein Joint Venture zehn großer Industrieunternehmen, darunter Mercedes-Benz, BMW und VW. Das Unternehmen mit Sitz in Köln vergibt digitale Identitäten und bindet Hersteller und Zulieferer an ein gemeinsames digitales Ökosystem an. Diese können dort Daten nach einheitlichen Regeln direkt untereinander austauschen.
Genau genommen, ist es die als Verein organisierte Brancheninitiative Catena-X, die die Vision eines einheitlichen Datenökosystems für die Automobilindustrie formulierte. Zehn der Vereinsmitglieder, die besagten Industrieunternehmen, gründeten dann das Joint Venture Cofinity-X. Zwischen dem Verein und dem Joint Venture besteht ein enger Austausch. Die Vereinsmitglieder arbeiten gemeinschaftlich daran, konkrete Probleme und Anwendungsfälle für den gemeinsamen Datenaustausch zu identifizieren. „Cofinity-X bietet dann die Infrastruktur, diese Use-Cases in der Praxis nutzbar zu machen“, erläutert Geschäftsführer Thomas Rösch.
Thomas Rösch, Geschäftsführer
Lieferkette kann überprüft werden
Seit 2023 betreibt der Mittelständler das gemeinsame Datenökosystem für die Automobilindustrie und auch einen digitalen Marktplatz. Dieser verfügt über mehr als 50 zertifizierte Anwendungen und Services. Die Nutzer des gemeinsamen Ökosystems können beispielsweise Komponenten entlang der Lieferkette nachverfolgen oder mit Hilfe des Marktplatzes schneller an ihrer CO2-Bilanzierung arbeiten. Zudem entwickelt das Unternehmen auch eigene IT-Lösungen, beispielsweise für die Pflege grundlegender Kunden- und Lieferantendaten.
Datensouveränität fördert das Vertrauen
Groß geschrieben wird bei Cofinity-X die Datensouveränität, also die Hoheit des Dateneigentümers darüber, wer seine Daten zu welchen Bedingungen nutzen darf. Das soll Vertrauen schaffen, damit auch Wettbewerber dasselbe Datenökosystem nutzen und darauf aufbauend Innovationen entwickeln können. Wie wichtig dabei die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit ist, wurde bereits deutlich: „Krisen wie die Pandemie oder die Blockade des Suez-Kanals haben gezeigt, dass es bei unseren Wertschöpfungsketten strukturelle Probleme gibt, die kein Unternehmen im Alleingang lösen kann“, sagt Thomas Rösch.