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Wie Technik uns verändert

28. Juli 2016 Silja Spreyer Lesedauer 3 Minuten

Klaus Schwab, der Gründer des Weltwirtschaftsforums, sieht die Menschheitsgeschichte an einem Scheideweg. In seinem neuen Buch geht es um die „größte Herausforderung unserer Zeit“: die Vierte Industrielle Revolution, die für Unternehmen enorme Chancen – und gravierende Risiken birgt. Wir verlosen zwei Exemplare. 

Unsere Zeit wird dominiert von einer gewissen Unsicherheit. Wir sind politisch verwirrt, gesellschaftlich zerrissen und technologisch stehen wir noch ganz am Anfang eines Weges, der getaucht ist in Nebelschwaden. Führt uns dieser Weg zum goldenen Gral? Oder stürzt er die Welt ins Chaos? 

Wirtschaftsprofessor und Weltwirtschaftsforum-Chef Klaus Schwab prägte in diesem Zusammenhang den Begriff der „4. Industriellen Revolution“ wie kein anderer. Er beschreibt diese Revolution als epochale Umwälzung unserer Lebensweise, hat aber gleichzeitig Angst vor weitreichenden Folgen.

Denn während Verbraucher durchweg von technologischen Entwicklungen wie dem Taxidienst Uber, Musik- & Video-Streaming,  Zalando, Amazon & Co. profitieren, stehen Unternehmen vor der großen Herausforderung, mit den geänderten Bedürfnissen ihrer Kunden Schritt zu halten und ihre organisationalen Prozesse der Digitalisierung anzupassen. 

Schwabs Befürchtungen sind groß

Schwab befürchtet, dass „Entscheidungsträger zu oft in traditionellen, linearen (und nicht-disruptiven) Denkmustern verhaftet sind oder zu sehr von kurzfristigen Belangen in Anspruch genommen werden, sodass sie nicht in der Lage sind, mit strategischem Weitblick über die Kräfte der Disruption und Innovation, die unsere Zukunft prägen, nachzudenken.“

Sie ahnen es vielleicht schon: Schwabs Buch ist eher pessimistisch. Natürlich gibt es Unternehmer, die innovativ denken können (TOP 100 beweist das schließlich jedes Jahr aufs Neue!). Aber es gibt vielerorts Traditionalisten, die das erst noch lernen müssen. 

Schwab skizziert die vor uns liegenden technischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen nachvollziehbar und nicht ausschließlich schwarz-weiß-malerisch. Bei der Analyse der Auswirkungen durch die technologische Revolution fokussiert er sich beispielsweise auf Wachstum und Beschäftigung, verschweigt aber auch nicht, dass der Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes schon im Jahr 1931 vor technologischer Arbeitslosigkeit warnte. Und der SPIEGEL titelte „Fortschritt macht arbeitslos“ – das war im Jahr 1978.

Fazit zum Buch

„Die Vierte Industrielle Revolution“ von Klaus Schwab ist ein sehr nachdenkliches Buch, das die Folgen der Digitalisierung beschreibt und einen guten Überblick über aktuelle technologische Entwicklungen gibt. Schwab spricht dabei nicht nur die Auswirkungen auf die Wirtschaft an: Er bezieht seine Überlegungen auch auf Kundenerwartungen, auf nationale und globale Auswirkungen, auf menschliche Bindungen, Ethik, die Gesellschaft und vieles mehr.

Was ein wenig fehlt, sind konkrete Lösungsvorschläge. Zwar schreibt er, dass „die Chancen faszinierend“ seien und dass wir gemeinsam darauf hinarbeiten müssten, dass sich die Herausforderungen in Chancen verwandeln, indem wir uns angemessen und proaktiv auf ihre Auswirkungen und Effekte einstellen – nennt das Kind aber nicht beim Namen. 

Einen Vorschlag dafür unterbreitet derweil das Digital-Business-Magazin T3N: Veränderungen könnten dann mit möglichst wenigen sozialen Kosten erreicht werden, wenn u. a. der Begriff „Arbeit“ und Entlohnungssysteme neu definiert, Generationenverträge reformiert und sich Unternehmen zu agilen Organisationen entwickeln würden. 

Lesetipp

Besonders lesenswert ist der Anhang „Tiefgreifende Veränderungen“, der sich am Schluss des Buches befindet. Hier beschreibt Schwab 23 Umwälzungen, wie etwa das vernetzte Heim, selbstfahrende Autos und intelligente Städte, nennt positive wie negative Effekte. Außerdem nennt er den jeweiligen Wendepunkt für die entsprechende Technologie und wann der Markteintritt erwartet wird. 

Aufgepasst!

Wir verlosen zwei Exemplare des Buchs. Und so einfach geht's: Eine E-Mail mit dem Betreff „Buchtipp“ an newsletter@compamedia.de senden, und bitte die Postadresse nicht vergessen! Die Gewinner geben wir im nächsten „Spickzettel" bekannt. 

Klaus Schwab: Die Vierte Industrielle Revolution. Pantheon-Verlag. ISBN: 978-3-570-55345-9. 14,99 Euro.

Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele

Gewinner Buchtipp Mai 2016 

Im letzten Spickzettel gab es zwei Exemplare des Buches „Reden wir über Geld“ zu gewinnen.

Die glücklichen Gewinner sind:  

  • Achim Fröchtling aus Altenkirchen
  • Nikolaus Ruckober
Autor

Silja Spreyer ist Senior PR-Beraterin bei compamedia.

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