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Wer hat's erfunden? Der Schweizer!

21. Februar 2017 Sven Kamerar Lesedauer 3 Minuten

Die wenigsten Menschen, die mit einer künstlerischen oder sportlichen Karriere zu Ruhm gekommen sind, schaffen nach deren Ende den Wechsel ins „zivile“ Leben. Jochen Schweizer bildet eine Ausnahme. Der ehemalige Stuntman steht jetzt vor seinem größten Coup. Er hebt im positiven Sinne ab.

Ab dem 4. März ist München, man könnte sogar sagen, Deutschland, um eine Touristenattraktion reicher: An diesem Tag öffnet die Jochen Schweizer Arena in Taufkirchen bei München ihre Pforten.

Das ist das gute Stück: Die voll verglaste Windkammer lädt zu spektakulären Flügen ein.

Schon weit im Vorfeld sorgte der Erlebnispark in den Medien für Schlagzeilen. Dank eines cleveren Marketings. Denn anstatt die ganze Arena mit ihrem vielfältigen Angebot zu promoten, konzentrierte sich Jochen Schweizer auf ein schlagzeilenträchtiges Highlight, das nun tatsächlich in aller Munde ist: den Windkanal für Bodyflying.

In einem bis zu 285 Stundenkilometer schnellen Luftstrom können Mutige frei wie ein Vogel, ohne jedes technische Hilfsmittel, 17 Meter hoch fliegen. Entwickelt hat Schweizer die Sky-Diving-Anlage gemeinsam mit Airbus.

Schweizers Marketing-Trumpf

Die Anlage ist Schweizers Marketing-Trumpf. Ähnlich hatte Dubai vor 20 Jahren ein Symbol für seinen Aufbruch zur Touristen-Destination gewählt: das Luxus-Hotel Burj al Arab. Weltweit bescherte es dem Emirat positive Schlagzeilen, lange bevor die sonstige touristische Infrastruktur stand.

Bereits auf der Baustelle herrschte auch bei Schweizer reger Medienbetrieb. Als der Windkanal dann fertig war, stieg Schweizer als erster „Flieger“ selbst hinein. Als erste Medienvertreter folgten dann Reporter der BILD. Begeistert und mit großer Reichweite berichteten sie über das Erlebnis und vergaßen auch nicht, gleich die Preise für ein Sky-Diving zu nennen.

Zusätzliche Aufmerksamkeit für das Sky-Diving allgemein und damit Schweizers Anlage im Speziellen erzeugten Anfang Februar spektakuläre Bilder aus Spanien, von den „Wind Games 2017“.

Die erst 16-jährige Maja Kuczynska zeigt mit ihren spektakulären Stunts, was im Windkanal möglich ist.

Schweizers kluge Strategie, in der Vermarktung auf ein Highlight zu setzen, zahlt sich aus: Das Handelsblatt berichtete vor kurzem von bereits 50.000 verkauften Gutscheinen für den Zutritt zur Arena.

Mit Innovationen erfolgreich

Die nach jetzigem Stand – bemerkenswerterweise – pünktlich öffnende Arena wird ein weiterer Meilenstein im unternehmerischen Leben von Jochen Schweizer sein. Der ehemalige Stuntman und Produzent von Kajakfilmen baute sich frühzeitig ein zweites geschäftliches Standbein auf. Er setzte dabei konsequent auf Innovationen: So brachte er Ende der 1980er-Jahre das Bungee-Jumping nach Deutschland und baute 1990 in der Nähe von München die erste stationäre Anlage für die wagemutigen Sprünge.

Während in den folgenden Jahren weitere 40 Anlagen von ihm in Deutschland folgten, tüftelte der gebürtige Karlsruher an einer neuen Idee: Er verkaufte „Erlebnisboxen“. Diese beinhalteten einen Gutschein für einen Bungee-Sprung und für den Kick nach dem Kick noch ein kleines Fläschchen Hochprozentiges. Außerdem, warum auch immer, eine Tüte mit Hustenbonbons.

Vom Start-up-Gründer zum erfolgreichen Unternehmer - Jochen Schweizer hat ein Gespür für besondere Geschäftsideen. Er ist außerdem Mitglied der TOP 100-Jury.

Die Idee mit den Gutscheinen erwies sich als brillant. In den Folgejahren verkaufte Schweizer immer mehr Erlebnisse per Gutschein, von der Fahrt im Ferrari bis zum Fotoshooting mit Hund. Und selbst aus einem Friseurbesuch strickte er ein besonderes Event.

Heute arbeiten über 550 Mitarbeiter bei der Unternehmensgruppe, die 2015 einen Jahresumsatz von 85 Millionen Euro verzeichnete.

Und jetzt? Jetzt kommt, könnte man entlang des Zeitgeistes formulieren, Jochen Schweizer 4.0. Dass es ein Erfolg wird, daran ist kaum zu zweifeln.

TOP 100-Unternehmer im Aufwind

TOP 100-Unternehmer werden übrigens zu den ersten gehören, die Jochen Schweizers beeindruckende Erlebniswelt nach der offiziellen Eröffnung besuchen. Natürlich einschließlich eines Fluges im Windkanal.

Noch gibt es wenige Tickets für den Besuch in der Arena einschließlich eines persönlichen Gesprächs mit Jochen Schweizer. Sichern Sie sich gleich Ihren Platz! Die Teilnahme steht ausschließlich TOP 100-Unternehmerinnen und –Unternehmern offen.

Autor

Sven Kamerar ist der Leiter der Unternehmenskommunikation bei compamedia.

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