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TOP 100 auf James Bonds Spuren

30. März 2017 Sven Kamerar Lesedauer 3 Minuten

50 Top-Innovatoren trafen Jochen Schweizer in seiner neu eröffneten Arena. Dabei erfuhren sie, welchen Anteil der Oxford Dangerous Sports Club an seinem Erfolg hat. Und warum dem hartgesottenen Stuntman einmal vor Angst die Knie schlotterten. Höhepunkt des Besuchs: Flüge in Schweizers Windtunnel.

Die Filmcrew um Willy Bogner staunte 1986 nicht schlecht, als sie bei Dreharbeiten zu „Feuer und Eis“ ausgeflippten Engländern begegnete: Die Mitglieder des sogenannten Oxford Dangerous Sports Clubs hatten sich Fangseile von Flugzeugträgern besorgt, diese mit einem Ende an eine Brücke und mit dem anderen Ende um sich selbst gebunden und sprangen todesmutig von besagter Brücke. Das Bungee-Jumping war erfunden. Und Schweizer, der mit Bogner vor Ort war, sofort elektrisiert.

Allerdings durfte der gebürtige Karlsruher als Nicht-Oxford-Student da nicht mitmischen. Also organisierte er nach der Rückkehr in seine Wahlheimat München sein eigenes Springen. Und das fand so viel Aufmerksamkeit und vor allem so viele zahlungswillige Mitverrückte, dass er schon bald einen riesigen Kran samt Gummiseil anmietete und in Unterschleißheim an die Regattastrecke stellte. Nach Schweizers Worten war das seine „erste unternehmerische Entscheidung“.

Wetten, dass Schweizer verrückte Dinge macht?

Der Rest ist Geschichte: Mit der Kranidee machte Schweizer das Bungee-Jumping zum Erlebnisprodukt für jedermann. Und er sorgte selbst weiterhin für Schlagzeilen. Etwa 1991 als verrückter Wettkandidat bei „Wetten, dass..?“. Oder mit einem Sprung in 220 Meter Tiefe von der Verzasca-Staumauer, zu dem Bogner ihn überredet hatte.

Ein Sprung aus zwei Kilometern Höhe mit anschließendem Sprint ins Studio: Da kann auch Außenreporter Günther Jauch nicht mithalten.

Als Schweizer seinen TOP 100-Gästen von der Episode berichtet, gesteht er: „Als ich oben auf der Kante der Staumauer stand, hatte ich auf einmal Angst.“ Nur um gleich hinterherzuschieben: „Die allermeisten Ängste sind nicht relevant, sondern begrenzen uns. Wir müssen ihnen unseren Willen entgegensetzen. Jeder von uns steht einmal auf einer Staumauer. Aber auch jeder von Ihnen hätte den Sprung geschafft.“ Weltberühmt wurde der Stunt übrigens später durch den Film „Goldeneye“, in dem sich James Bond von der Mauer in die Tiefe stürzt.

Selbst für James Bond ist der Sprung in 220 Meter Tiefe ein außergewöhnlicher Stunt.
compamedia Geschäftsführer Joachim Schuble im Gespräch mit TOP 100-Juror Jochen Schweizer. (© Jörg Bluhm)

16 Stunden im freien Fall

Bei seinem Vortrag und in anschließenden Gesprächen mit den TOP 100 packte Schweizer seine Zuhörer und Gesprächspartner immer wieder mit Episoden wie diesen. Alles drehte sich dabei ums Fliegen in seinen vielfältigsten Formen. Schweizer, der insgesamt 16 Stunden seines Lebens im freien Fall verbrachte, warnte: „Fliegen macht süchtig!“

Nahm sich viel Zeit: Jochen Schweizer beantwortet die Fragen der Top-Innovatoren. (© Jörg Bluhm)

Für alle Menschen, die ihm nacheifern möchten, aber weder Zeit noch Gelegenheit zum Fallschirm- oder Bungeespringen haben, hat der frühere Stuntmann, Extremkajak-Sportler, Filmproduzent und heutige Unternehmer seine Erlebniswelt in Taufkirchen bei München gebaut. „Es ist der Ort, an dem Du Dich neu entdeckst. Mit Fähigkeiten, von denen Du bisher nicht geglaubt hast, dass Du über sie verfügst“, ruft er seinen Gästen beim TOP 100-Elitezirkel zu. So ein Sprung sei auch immer ein Sprung in die Freiheit.

Vor dem Schritt in den Windkanal herrscht gespannte Stille unter den TOP 100-Unternehmern. (© Jörg Bluhm)

TOP 100 im weltweit modernsten Windkanal

In dem laut Schweizer weltweit modernsten Windkanal für Indoor-Skydiving begaben sich dann die TOP 100 selbst in den Rausch des Fliegens. Ein unvergessliches Erlebnis! Statt aus einem Flugzeug zu springen, mussten sie nur in die gläserne Röhre steigen. Und erlebten, begleitet von einem erfahrenen Instruktor, wie es ist, durch die Lüfte zu schweben.

Anstelle der Staumauer gab es dabei zwar „nur“ eine Glasscheibe, und die Flughöhe war dann doch etwas niedriger. Aber trotzdem dürfte sich jeder ein kleines bisschen wie James Bond gefühlt haben. Die Begeisterung nach den Flügen war jedenfalls groß.

Autor

Sven Kamerar ist der Leiter der Unternehmenskommunikation bei compamedia.

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