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Das neue TOP 100-Buch "Zukunftsgestalter" ist jetzt im Buchhandel erhältlich.

Mit der Schweigestunde gegen das Corona-Chaos

16. Dezember 2021 Christoph Klawitter Lesedauer 4 Minuten

Resilienz ist in Corona-Zeiten besonders gefragt. Im neuen TOP 100-Buch „Zukunftsgestalter“ erfährt der Leser, wie man sie entwickelt und stärkt – ob als stressgeplagter Mitarbeiter im Homeoffice oder als Team in einem Unternehmen, das sich grundlegenden Umwälzungen stellen muss.

Die Marketing-Kampagne ist immer noch nicht fertig konzipiert, der Rücken schmerzt vom ungeeigneten Schreibtischstuhl und die beiden Kinder haben nichts Besseres zu tun, als lautstark miteinander zu streiten – das Corona-Homeoffice ist nicht für jeden eine beglückende Erfahrung. Vielleicht hat Pater Anselm Grün solche Situationen im Kopf, wenn er im neuen TOP 100-Buch Wege und Strategien aufzeigt, wie man mit Corona-Quarantäne und Lagerkoller umgehen kann.

„Ein gutes Miteinander braucht einen gesunden Ausgleich zwischen Nähe und Distanz“, schreibt der bekannte Mönch und Bestsellerautor aus der Benediktinerabtei Münsterschwarzach. „Gerade, wenn die Kinder beide Eltern ständig bei der Arbeit unterbrechen, ist eine klare Struktur hilfreich. Vormittags könnten die Kinder zum Beispiel zum Vater gehen, wenn sie Nähe brauchen, nachmittags zur Mutter. Dann hat jeder für sich eine geschützte Zeit, in der er konzentriert arbeiten kann. Die zweite Anregung: Jeder braucht einen Raum für sich, in den er sich zurückziehen kann. Doch wenn das räumlich nicht möglich ist, könnte man in der Familie eine Stunde Schweigezeit einführen.“

Pater Anselm Grün ist Autor spiritueller Bücher und coacht auch Unternehmer und Führungskräfte in Seminaren. Bild: Julia Martin/Abtei Münsterschwarzach

Deutlich rät der Pater davon ab, in der Passivität zu verharren: „In der Coronakrise fühlen sich viele auch als Opfer, als Opfer der Pandemie, aber auch als Opfer der Politiker und ihrer Vorschriften. Doch es tut uns nicht gut, uns als Opfer zu fühlen. Wenn wir uns als Opfer fühlen, geht von uns eine aggressive und destruktive Energie aus. Wir sollten Abschied nehmen von der Opferrolle, indem wir die Umstände, die uns von außen auferlegt worden sind, aktiv gestalten.“

Joschka Fischer hofft auf den „Weckruf zur rechten Zeit“

In weiteren Fachbeträgen beleuchten der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Grüne), Zukunftsforscher Prof. Dr. Stephan Rammler und Bildungsexperte Arno Schelzke die Auswirkungen von Corona aus verschiedenen Blickwinkeln. „Wenn es gut geht, erweist sich das Virus als ein Weckruf zur rechten Zeit“, schreibt etwa Joschka Fischer in seinem Beitrag, der zuvor auch auf Handelsblatt-Online erschienen ist. Die Coronakrise könne dann der Beginn einer großen Transformation sein. Wenn es schlecht laufe, könne es aber auch in einer Katastrophe für die Menschheit münden. 

Mit Blick auf den Bildungsbereich setzt der TOP 100-Unternehmer Arno Schelzke darauf, dass Corona ähnlich wie die Pisastudie im Jahr 2000 zu einem grundlegenden Umdenken im Bildungssystem führt – und zu einer großen Steigerung der Digitalkompetenzen von Lehrenden und Lernenden.

Prof. Dr. Stephan Rammler ist wissenschaftlicher Direktor des IZT – Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung. Bild: Amin Akhtar

Prof. Dr. Rammler sieht die Rolle des Staates als deutlich gestärkt an: Staat und Politik müssten sich nun bei der anstehenden „sozial-ökologischen Transformation“ bewähren und nicht nur resiliente, sondern auch nachhaltige Konzepte entwickeln. Er erläutert, dass Resilienz und Nachhaltigkeit nicht immer zueinander passen würden: Im Krisenfall drohten Klimaschutz und Nachhaltigkeit aufs Spiel gesetzt zu werden, und zwar zugunsten einer schnellen Stabilisierung der Wirtschaft. „Resilienzstrategien dienen also keinesfalls automatisch dem sozio-ökologischen Umbau.“

Innovative Mittelständler beweisen ihre Resilienz

Nun gibt es neben theoretischen Überlegungen auch eine ganz handfeste, praktische Resilienz: Wenn beispielsweise Mittelständler aufgrund von Corona blitzschnell ihre Produkte und Prozesse anpassen und damit ihre Resilienz, also ihre Widerstandskraft, beweisen. Es gibt einige TOP 100-Unternehmen des Jahrgangs 2021, die genau dies in den zurückliegenden Pandemiejahren geleistet haben. Sie entwickelten beispielsweise berührungslose Hygienespender, mobile Luftreiniger oder führten, wie das TOP 100-Unternehmen Labor Berlin, als erstes Labor in Deutschland SARS-CoV-2-PCR-Tests in der Routineversorgung durch.

Im neuen TOP 100-Buch erzählen innovative Mittelständler ihre Erfolgsgeschichten. Bild: compamedia

Die Geschichten, Gedanken und Pläne all dieser innovativen Mittelständler sind in dem Standardwerk der deutschen Innovationsliteratur nachzulesen. Sie zeigen, dass Innovationskraft auch und gerade in einer tiefen Krise wichtig ist. Das sieht auch TOP 100-Mentor Ranga Yogeshwar so, der das TOP 100-Buch herausgibt: „Mit dem Fokus auf Innovation und der Fähigkeit, ihre Innovationsprozesse an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen, haben es viele Mittelständler ohne größere Blessuren durch den Sturm geschafft.“

Ranga Yogeshwar (Hrsg.): TOP 100 2021: Zukunftsgestalter. Hardcover, 604 Seiten, REDLINE-Verlag, 30 Euro. ISBN: 978-3-86881-882-6. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich. 

Autor

Christoph Klawitter schreibt als PR-Redakteur von compamedia für den TOP 100-Blog.

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