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Gipfeltreffen der Besten

27. Juni 2016 Sven Kamerar Lesedauer 3 Minuten

Wenn die Besten ihrer Zunft geehrt werden, sind zwei Dinge zu erwarten: ein intensiver fachlicher Austausch und ausgelassene Stimmung. Beides traf in besonderem Maße auf den 3. Deutschen Mittelstands-Summit zu. Für zündenden Gesprächsstoff sorgte vor allem der Entschluss der Briten von der Nacht zuvor, zurück in die Splendid Isolation zu marschieren.

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff kommt besonders gerne zum Deutschen Mittelstands-Summit nach Essen: „Ich fühle mich in diesem Saal immer wohl, weil hier ein besonderer Geist herrscht“, sagte Wulff bei der abendlichen Preisverleihung vor den mehr als 1.000 Gästen im Colosseum-Theater.

Wulff würdigte als Mentor des Beratervergleichs TOP CONSULTANT die Sieger der aktuellen Runde, schlug aber auch die Brücke zu den TOP 100, den innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands. Beide Gruppen nahm er als beste Beispiele für den in Deutschland herrschenden Unternehmergeist und die Innovationskraft made in Germany. Wulff rief die Anwesenden dazu auf, sich von dem in Deutschland allzu oft um sich greifenden Trübsal und Pessimismus nicht entmutigen zu lassen. Im Ausland genössen das Können und die Professionalität deutscher Unternehmer einen fulminanten Ruf. Daran sollte man sich immer wieder erinnern.

Unternehmensluft zu schnuppern, täte gut

Mit diesem Lob verband Wulff eine außergewöhnliche Forderung: „Erst, seit ich mich als Rechtsanwalt wieder selbstständig gemacht habe, weiß ich, wie mühsam das Leben als Unternehmer mit Blick auf die Bürokratie sein kann. Es wäre deshalb eine gute Sache, wenn jeder, der in die Politik einsteigt, zunächst einmal selbstständig gewesen sein oder in der freien Wirtschaft gearbeitet haben muss.“ Tosender Beifall.

In eine ähnliche Kerbe hatte tagsüber auf der Konferenz der Vielfach-Unternehmer und TOP 100-Juror Utz Claassen geschlagen: „Dass Deutschland so super in der Welt dasteht, ist nicht das Ergebnis exzellenter politischer Führung, sondern das Ergebnis exzellenten unternehmerischen Handelns und exzellenter Mitarbeiter.“

Ranga Yogeshwar kommt wie Wulff jedes Jahr gerne zum Deutschen Mittelstands-Summit mit seiner Preisverleihung. Der Mentor des Innovationswettbewerbs TOP 100 bekannte in seiner Laudatio: „Ich freue mich jedes Jahr auf die vielen außergewöhnlichen Unternehmen und ihre Erfolgsgeschichten.“ Nach Ansicht des Wissenschaftsjournalisten stehen diese noch immer zu sehr im Schatten der Großen. Das TOP 100-Siegel ebne sehr schön den Weg in die Öffentlichkeit. 

Was machen wir mit den Briten?

Eines der beherrschenden Themen auf dem 3. Deutschen Mittelstands-Summit war der Beschluss der Briten von der Nacht zuvor, aus der Europäischen Union ausscheiden zu wollen. Kaum jemand hatte dieses Votum erwartet. Der Zukunftsforscher Matthias Horx kommentierte in seinem Vortrag lakonisch: „Das, was man nicht vorhersagen kann, hat die meisten Experten.“

Utz Claassen, der mehrere Jahre in England gelebt hat, zeigte Verständnis für die Entscheidung: „Die Kritik an Europa ist in vielen Punkten berechtigt. Und gerade die Einmischungen aus dem Ausland in die britische Diskussion, von Washington bis Berlin, war unerträglich. Das hat auf der Insel für Trotz gesorgt.“ Zugleich warnte Claassen davor, die Briten als „Feinde Europas“ zu stigmatisieren: „Das sind sie nicht, sie sollten fair behandelt werden.“

Christian Wulff warnte vor dem sich immer mehr ausbreitenden radikalen Gedankengut in Europa und den USA: „Wenn jeder nur an sich denkt, ist noch längst nicht an alle gedacht.“

Dann bis bald

Angesichts der außergewöhnlichen Dichte herausragender Unternehmerinnen und Unternehmer kam auch der Austausch untereinander nicht zu kurz, sowohl auf der Konferenz als auch auf der Preisverleihung. Und natürlich feierten sie sich und andere auch ordentlich, die Top-Innovatoren und Top-Consultants.

Nicht wenige sagten beim Abschied: „Dann hoffentlich bis zum nächsten Jahr. Wir gehen auf jeden Fall wieder ins Rennen.“

Der 4. Deutsche Mittelstands-Summit findet am 23. Juni 2017 statt.

Autor

Sven Kamerar ist der Leiter der Unternehmenskommunikation bei compamedia.

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