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Die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung feiert ihren TOP 100-Erfolg mit einer exklusiven Gala.

Choreografie der Freude

14. September 2017 Sven Kamerar Lesedauer 3 Minuten

Zusammen mit 300 geladenen Gästen und Mitarbeitern hat die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung ihre TOP 100-Auszeichnung gefeiert. Die Gala war genauso ungewöhnlich wie das Unternehmen selbst. Den Höhepunkt bildete eine Modenschau. Sogar das Fernsehen kam und berichtete live.

Man liest hier und da, dass Choreografen ihren Models das Lächeln erst mühsam antrainieren müssen, bevor sie diese auf den Laufsteg in Paris, Mailand oder London schicken. Bei der Modenschau, die ich vergangene Woche in Duisburg besucht habe, hat das garantiert niemand getan. Das Lächeln und Lachen der Akteure kam aus vollem Herzen, das war deutlich spürbar.

Es handelte sich um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung (wfmb), die mit großem Enthusiasmus die aktuelle Kollektion des hauseigenen Mode-Labels „esthétique" präsentierten. Hier gab es weder Magermodels noch gekünsteltes Getue, sondern einfach nur pure Freude.

Ein Model präsentiert die neue "esthétique"-Kollektion
Voller Stolz präsentiert eine Mitarbeiterin der wfbm die neue Kollektion. Das Label "esthétique" wird nicht nur in Duisburg vertrieben, sondern auch in Berlin, Köln und Hamburg. (© Heike Kaldenhoff)

Fashion-Show wie in Paris oder Mailand

Um der Präsentation einen professionellen Rahmen zu geben, hatte wfmb-Geschäftsführerin Roselyne Rogg niemand Geringeren engagiert als den „Germany’s Next Top Model“-Laufsteg-Choreografen Waldek Szymkowiak, der unter anderem auch für das Luxus-Label Prada arbeitet.

Das Ergebnis war absolut bemerkenswert: Als die ersten wfmb-Models zu fetziger Musik, minimalistischen Leinwandprojektionen und grellen Laserblitzen den Laufsteg abschritten, stehen blieben, sich drehten, mal nach links, mal nach rechts lachten, wähnte ich mich in Paris oder Mailand. Jedenfalls stelle ich mir vor, dass es auf Fashion-Shows dort so zugeht, denn bislang habe ich nur die Hutmodenschau auf der Insel Mainau besucht.

Oberbürgermeister Sören Link hält eine Rede
Oberbürgermeister Sören Link sprach in seiner Laudatio voller Anerkennung über den TOP 100-Erfolg der wfbm. (© Heike Kaldenhoff)

Würdigung eines TOP 100-Unternehmens

Die eindrucksvolle Modenschau war der Höhepunkt eines unvergesslichen Abends, der ganz im Zeichen der Menschen um Roselyne Rogg stand, die den TOP 100-Erfolg erst möglich gemacht haben. Viele Partner und Wegbegleiter der Duisburger Werkstatt würdigten die außergewöhnliche Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren.

Der Oberbürgermeister von Duisburg, Sören Link, bekannte, „stolz wie Bolle“ auf das ausgezeichnete Unternehmen zu sein. Ich selbst hatte die Ehre, als Vertreter von TOP 100 ein paar, auf strenge 120 Sekunden Redezeit begrenzte, Worte an die Gäste zu richten. Im Mittelpunkt stand die Bewunderung dafür, dass es die Duisburger Werkstatt im deutschen Mittelstand an die Spitze des Fortschritts geschafft hat, obwohl das Unternehmen aus einer Branche kommt, die leider oft genug am Ende des Fortschritts steht. Es bleibt zu hoffen, dass die Auszeichnung die Unternehmensphilosophie der wfmb weithin sichtbar macht, sodass ihr Beispiel viele Nachahmer findet.

Tolles Medienecho

Der verdiente Lohn für all die Anstrengungen war auch ein schönes Presseecho. Sogar der WDR war angereist und schaltete live von der Veranstaltung in die „WDR Lokalzeit“. Auch verschiedene Zeitungen berichteten.

Eine Bilderschau des Unternehmens vermittelt ebenfalls sehr schön den Spirit des Abends.

Autor

Sven Kamerar ist der Leiter der Unternehmenskommunikation bei compamedia. Unter @SKamerar twittert er über alle Themen rund um TOP 100.

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